Grünes Licht für Haushalt 2013
Bild: dpa
Vielleicht gibt es für Langenberg ja vom Weihnachtsmann Geldgeschenke...
Bild: dpa

Ausgaben in Höhe von 11,6 Millionen Euro sieht der Haushaltsplan für das kommende Jahr vor. Dem stehen auf der Ertragsseite nur 10,9 Millionen Euro gegenüber. Die Deckungslücke in Höhe von 750 000 Euro kann in diesem Jahr aber noch einmal mit einem Griff in die Ausgleichsrücklage aufgefangen werden – diese ist aber so gut wie aufgebraucht.

Angespannte Finanzlage

An der angespannten Finanzlage wird sich in absehbarer Zukunft auch nichts ändern. Ganz im Gegenteil, denn nicht nur der Wegfall der Schlüsselzuweisungen seitens des Landes belastet den Gemeindehaushalt – bis zum Jahr 2010 hat Düsseldorf jährlich bis zu zwei Millionen Euro nach Langenberg überwiesen –, sondern auch die zu erwartende Solidaritätsumlage. Laut Dirk Vogt geht man im Rathaus schon jetzt davon aus, dass sich ab 2014 die Haushaltssituation durch das so genannte Stärkungspaktgesetz weiter verschlechtern wird. „Es ist schon frustrierend, nicht erkennen zu können, wie wir in der Gemeinde unter diesen Voraussetzungen eine schwarze Null schreiben können“, zeigt sich Langenbergs Finanzchef im Gespräch mit der „Glocke“ frustriert.

Einsparpotenziale suchen

Schon heute gelte im Rathaus die Devise, immerzu nach Einsparpotenzialen Ausschau zu halten, sagt Bürgermeisterin Susanne Mittag. Dass davon im Haushaltsentwurf keine mehr vorhanden gewesen seien („Wir haben offensichtlich alles ausgereizt“), zeige die Tatsache, dass in den Haushaltsreden der Fraktionen und Ratsmitglieder keine haushaltswirksamen Sparvorschläge angebracht wurden.

Probleme nicht hausgemacht

Die Probleme, die der unterfinanzierte Haushalt für das kommende Jahr mit sich bringe, sind laut Bürgermeisterin Susanne Mittag „nicht hausgemacht“, sondern resultieren aus der „ungerechten Verteilung“ der Zuweisungsgelder des Landes. Zumindest mittelbar durch eine höhere Kreisumlage mache dies ein gesundes Wirtschaften noch schwieriger als ohnehin schon. Denn schon heute zahlt die Gemeinde rund vier Millionen Euro an den Kreis. Das sind mehr als ein Drittel der Gesamtaufwendungen. Die künftig womöglich noch größeren Löcher im Haushalt zu stopfen, sei die wichtigste Aufgabe, die die Gemeinde künftig zu meistern habe. Weil auf der Ausgabenseite wenig zu machen sei, müsse der Fokus auf der Einnahmenseite der Gemeindekasse liegen.

SOCIAL BOOKMARKS