Häufigere Reinigungen notwendig
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Grundschüler spielen anders als Jugendliche: Besonders bei den Grundschulen sei daher ein erhöhter Bedarf an Putzleistungen vorhanden.
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In einem Brief an die Gemeinde als Träger der Einrichtungen erläutern Anette Drescher, Elisabeth Kruse, Berna Masjosthusmann und Martin Wachter, warum sie die derzeitigen Reinigungsstandards an Grund-, Verbund- und Gemeinschaftsschule für nicht länger ausreichend halten.  Vor allem in der Brinkmannschule und in der Schmeddingschule sei einer Erhöhung der regelmäßigen Putzleistung auf viermal wöchentlich und zweimal im Jahr eine Grundreinigung dringend erforderlich, stellen die Schulleiter in dem Schreiben an die Gemeinde heraus.

Nicht nur kosmetische Gründe

Schon in den Schulkonferenzen sei festgestellt worden, dass die Gebäudereinigung nicht immer ausreichend sei. Warum insbesondere die Grundschulen einen erhöhten Reinigungsbedarf haben, ist den vier Schulchefs klar. „Grundschulkinder spielen nun mal anders als ältere Kinder. Zudem können sie nicht entsprechend in die Reinigungspflicht genommen werden“, erläuterte die Leiterin der Benteleraner Schmeddingschule, Elisabeth Kruse, den Mitgliedern des Schulausschusses. Auch bedingt durch eine altersgerechte Schulhofgestaltung werde mehr Schmutz in das Gebäude hineingetragen. Dem konnte Berna Masjosthusmann, Leiterin der Brinkmannschule, nur zustimmen. „Die Reinigungsstandards sind bemessen an Zeiten, als lediglich drei Blumentöpfe auf der Fensterbank standen. Seitdem hat sich aber einiges geändert“, sagte Berna Masjosthusmann. Eine Erhöhung der Putzleistung habe nicht nur „kosmetische“ Gründe, sie beuge einer Zunahme von Allergien der Schüler vor und trage zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Mehraufwand würde 10000 Euro kosten

Der beantragte Mehraufwand würde Kosten in Höhe von mehr als 10 000 Euro verursachen, erläuterte Peter Schaumburg, Fachbereichsleiter Bürgerdienste in der Gemeindeverwaltung. Zwar äußerten die Ausschussmitglieder Verständnis für die Bitte der Schulleiter. In Zeiten leerer Kassen sei eine Ausweitung über das Mindestmaß aber nicht möglich. Ein gegebenenfalls neu festzulegender Reinigungsstandard soll nun in der nächsten Ausschusssitzung im Februar besprochen werden. Dann liege auch das Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsprüfung der Reinigungsdienstleistungen durch die Gemeindeprüfungsanstalt vor. Dieses soll dann in weitere Überlegungen einfließen.

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