Hauch von Bohème weht durch Bahnhof
Bild: Daub
Einen Blick in die nahe Zukunft konnten Besucher am Maifeiertag auf dem Gelände des „Kulturgüterbahnhofs“ (KGB) werfen. Der Verein Musikzehner hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen.
Bild: Daub

Lesungen, Poetry-Slams und Kleinkunst: Angebote, die der neue Verein „Musikzehner“ im Rahmen seiner Zielsetzungen in der Lagerhalle des Bahnhofsgebäudes bald verwirklichen möchte, gab es zwar am Montag noch nicht, dafür einen Bierstand, den die Ausflügler fleißig aufsuchten. Doch die meisten zog es erst einmal ins Innere der ehemaligen Verkehrseinrichtung.

Die Aktiven des Vereins hatten in dem Flachbau jede Menge Unrat, aber auch die Hinterlassenschaften des letzten Mieters in einer Sondereinsatzaktion beiseite geräumt. Zudem hatten sie den Fußboden gekehrt und zwei bunte Scheinwerfer-Ständer im Hintergrund, am künftigen Bühnenstandort, aufgebaut – und gleich war ein gewisser Hauch von Bohème im Bahnhof eingekehrt. An den Wänden studierten die Besucher Fotos und Skizzen, die das Kulturgüterbahnhof-Projekt zeigten, und mit dem Architekten Bernhard Forthaus sowie weiteren Vorstandsmitgliedern kam es vor Ort zum interessanten Gedankenaustausch.

Forthaus zur „Glocke“: „Wir haben von allen Seiten nur positive Reaktionen entgegen nehmen dürfen. Das ist einfach wunderbar!“ Auch über Lärmschutzfragen sei positiv diskutiert worden. Die nächsten Anlieger in 100 Meter Entfernung zum Bahnhof sollen davon überzeugt werden, dass die Geräuschkulisse eines Tages im Rahmen der Maßgaben bleibt. Forthaus nutzte am Feiertag auch die Gelegenheit, den Langenberger Mitbürgern die Mitarbeit anzudienen: „Wir brauchen noch Freiwillige, vielleicht einige hilfsbereite Rentner, die uns beim handwerklichen Aufbau helfen. Fachliche Kenntnisse sollten in unsere Renovierungspläne unbedingt einfließen.“ Forthaus sprach die Hoffnung aus, dass die Anträge des Vereins Musikzehner auf Nutzungsänderung des Gebäudes bei den zuständigen Sachbearbeitern der Kreisverwaltung umgehend behandelt werden. „Wir wollen so früh wie möglich unserer eigentlichen Bestimmung, Kulturarbeit in der Kommune anzubieten, gerecht werden.“

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