Heimatfreund Heimann zieht sich zurück
Bild: Daub
Abschiedsgeschenk: Leo Meyer, Vorsitzender des Langenberger Heimatvereins, bedankte sich beim Vereinsmitbegründer Heinrich Heimann (l.), der nach 30 Vorstandsjahren seine aktive Arbeit beendete.
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Scharner ist die Nachfolgerin von Heinz Surmann, der aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Mit einem dicken Blumenstrauß verabschiedete Vorsitzender Meyer einen langjährigen Weggefährten: Heinrich Heimann, der sich auf seinen „endgültigen Ruhestand“ freut. Er war 15 Jahre Vorsitzender, dann 15 Jahre Schriftführer, also 30 Jahre im Vorstand aktiv. Und er hat als Mitbegründer den heute 110 Mitglieder starken Verein entscheidend geprägt. „Die Zusammenarbeit war bestens“, lobte Meyer. Heimanns Schriftführerarbeit nahm Konrad Leweling, Beisitzer, auf seine Schultern. Unter der Wahlleitung von Dr. Burkhard Petzmeyer wurden auch die weiteren vakanten Posten zügig besetzt: Günter van den Bongard übernahm erneut das Amt des Vereinskassierers. Kassenprüfer bleibt Rolf Brandherm, neu hinzu kommt Ewald Kohnert. Wiedergewählt wurden die Beisitzer Hans Willi Schröder und Heinz-Josef Teutenberg; dazu stießen die Neulinge Heinz Engelbrechter, Monika Heimann und Anneliese Röhr.

Weg der Jakobspilger

Die Thematik „Der Weg der Jakobspilger durch Langenberg“, so der Titel einer Broschüre, die Heinz-Josef Teutenberg verfasst und die Heimatvereine Langenberg und Benteler 2013 herausgegeben hatten, war in der Versammlung präsent. Die Broschüre soll nachgedruckt werden, weil bereits alle 1000 Exemplare, kostenlos abgegeben, vergriffen sind. Ein weiteres Büchlein, Band zehn der Serie „Wege der Jakobspilger in Westfalen“ (Bachem Verlag), betonte Teutenberg, weise ebenfalls auf die „Etappe Langenberg“ für Wallfahrer hin. Weil der, nach 30-jährigem Streit mit dem Nachbarort Mastholte, wiederbelebte Pilgerweg offiziell durch die Kommune führt, profitiert davon auch die St.-Lambertus-Kirche. „Dass sie immer geöffnet ist, haben viele Wallfahrer begrüßt“, sagte Teutenberg. „Im April geht die Pilgerei wieder los!“ Pilgerspuren birgt laut Teutenberg auch die Erde um das Gotteshaus herum: Zwischen 1000 und 1853 nahmen Pilger, die auf dem Langenberger Friedhof die letzte Ruhe fanden, ihre Muschel aus Santiago mit ins Grab. 2013 wurde mit der Einweihung einer Jakob-Stele nahe des Cafés Linde ein Signum gesetzt. Der Heimatverein Langenberg habe sich mit 1000 Euro an den Kosten von 4.500 Euro beteiligt.

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