Heimatverein mit eigenem Schaufenster
Bild: Wieneke
Bilder vom Langenberger Karneval aus alter Zeit sind zurzeit im Schaufenster des Heimatvereins an der „Turmschänke“ zu sehen.
Bild: Wieneke

 Dieses Geschäft verfügte über ein großes Schaufenster zum Kirchplatz hin, wird aber heute durch den Pächter der „Turmschänke“ nicht genutzt. Der Verpächter stellte dieses Fenster nun dem Heimatverein Langenberg zur Verfügung.

Passend zum Rosenmontag war eine kleine Ausstellung zum Thema „Karneval in Langenberg“ aufgebaut worden. Auch wenn die närrische Zeit bereits zu Ende gegangen ist, so ist diese Ausstellung noch einige Zeit zu sehen. Denn nicht alle auf den Original-Fotos abgelichteten Personen vom Karnevalsgeschehen 1937, 1939 und um 1950 sind bekannt. Deshalb ruft Hans Schröder ( Tel. 05248/7519) alle Bürger auf, sich die Fotos aufmerksam anzusehen. Sollte jemand noch „namenlose“ Akteure erkennen, sollte er sich mit ihm in Verbindung setzen.

Interessantes aus längst vergangener Zeit in Langenberg zeigt die kleine Ausstellung, wie zum Beispiel die Elferräte von 1937 und 1939. Zu sehen sind auch Fotos von den damaligen Karnevalsumzügen in der Gemeinde: ein Wilderer-Wagen, der auf der Tenne von Heinrich Koch gebaut worden war, und ein Original-Zigeunerwagen, den Franz Mense leihweise zur Verfügung gestellt hatte. Beim Umzug wurde der Wagen in den Graben gefahren und beschädigt. Doch keiner der Beteiligten wollte den Schaden bezahlen.

Gezeigt werden auch interessante Schnappschüsse von Zugteilnehmern zu Fuß, mit Wägelchen und Reiter. Besonderes Interesse fand „Esel-Fränzchen“, der mit seiner Frau und einem von einem Esel gezogenen Wagen – bepackt mit Töpfen, Pfannen und Körben – durch die Lande zog und zu Karneval immer in Langenberg zugegen war.

„Die Brauerei hilft aus“ – unter diesem Motto stand ein weiterer Karnevalswagen. Denn die Familie Huster hatte seinerzeit im Dezember Drillinge bekommen, deren Vater als Arbeiter in der ehemaligen Brauerei Gebrüder Dittmann tätig war. Auf dem Wagen waren drei Puppen zu sehen, die jeweils einen Schlauch im Mund hatten und mit einem großen Bierfass verbunden waren.

Weiter berichtet die Ausstellung über den Karneval in der Bauerschaftschaft Selhorst. Um 1950 wurde ein Karnevalswagen bebaut, der auch im Umzug im Dorf zu sehen war. Dazu war eigens der „Club in dem Moment“ gegründet worden. Ein entsprechender Wagen wurde bei der Brauerei Dittmann geliehen und das Pferdegespann kam vom Selhorster Hof Hellweg-Pelkmann. Das Besondere an dem Wagen war ein Ofen. Auf diesem wurden von den Jecken ungezählte Spiegeleier gebraten und an die Zuschauer weitergereicht.

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