Heißer Wettbewerb macht Sauna zu schaffen
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Aufgüsse werden in der Saunaquelle an der Bentelerstraße derzeit noch geboten. Es werde aber geprüft, ob und unter welchen Voraussetzungen die Wohlfühloase rentabel weitergeführt werden kann, erläutert der Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper.  
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Derzeit werde geprüft, ob und unter welchen Voraussetzungen die Wohlfühloase an der Bentelerstraße rentabel weitergeführt werden könne, erläuterte der Verler Jurist auf Nachfrage der „Glocke“. Aktuell laufe der Betrieb noch normal. Wie lange dies der Fall sein wird, vermochte Küpper nicht zu sagen. Das Verfahren des insolventen Saunabetriebs befinde sich noch in einer frühen Phase. Derzeit verschaffe sich seine Kanzlei einen Überblick über die Gesamtsituation, sagte der Jurist. S

prichwörtlich das Genick gebrochen hat der „Quelle“ der starke Wettbewerb in der Region. Nicht nur moderne Saunalandschaften seien in den vergangenen Jahren um direkten Umfeld entstanden und hätten dem Langenberger Unternehmen Kunden abgegraben. Auch branchenfremde Betriebe wie Fitnessstudios setzten immer häufiger auf Wellnessangebote wie das Schwitzen in der Holzkammer, betonte Dr. Küpper. „Bei gleichbleibender Zahl der Gäste und gleichzeitig steigendem Angebot, bleibt zwangsläufig irgendjemand auf der Strecke“, meint der Insolvenzverwalter.

Dr. Norbert Küpper bezeichnet die Langenberger Saunaquelle als „soliden Betrieb, der kostenseitig vernünftig aufgestellt ist“. Von daher sei es eine Herausforderung, einen geeigneten Weg zu finden, der das Unternehmen zurück in die schwarzen Zahlen führen kann. In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Gäste nicht zugenommen. Genau das müsse jedoch passieren, um wirtschaftlich bestehen zu können. Wie das gelingen kann, wisse er jedoch noch nicht, sagte der Jurist.

Die Saunaquelle in Langenberg verfügt über insgesamt sieben Saunen. Das 15 000 Quadratmeter große Gelände an der Bentelerstraße ist geprägt von einem markanten Holzbau, in dem sich die Schwitzkammern, Anwendungsräume sowie die hauseigene Gastronomie befinden. Im parkähnlichen Garten finden Gäste ein Schwimmbecken, Außensaunen sowie Erholungsbereiche vor. Die Insolvenz ist für den Langenberger Familienbetrieb in der jüngeren Vergangenheit bereits der dritte Schicksalsschlag. Zweimal, 1999 und 2014, war es auf dem Gelände zu Großbränden gekommen.

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