Herzliche und robuste Partnerschaft
Bild: Wieneke
Der Gospelchor „Rejoice“ gab zu Ehren der Neuzeller Gäste ein Konzert in der Lambertuskirche.
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„Auch nach 20 Jahren lebt unsere Partnerschaft“, freuten sich beim Abschied am Samstag Bürgermeister Dietmar Baesler aus Neuzelle und seine Langenberger Kollegin Susanne Mittag. Die Menschen aus den beiden Gemeinden begegneten sich „mit dem Herzen, mit Offenheit und Würde“. Wessi und Ossi – die Bezeichnungen gehören nicht zum Wortschatz der Partner.

„Unsere Verbindung ist mir seit meiner Amtsübernahme im Jahr 2004 sehr ans Herz gewachsen“, hatte Mittag bereits am Freitagabend im Festsaal der Mehrzweckhalle gesagt. Sie werde sich weiterhin für eine aktive und lebendige Partnerschaft einsetzen.

Doch sie suche nach Wegen, wie möglichst viele Menschen in den Gemeinden trotz knapper Kassen zu motivieren seien, sich ehrenamtlich für ihren Ort, für die Bürger und auch für die Partnerschaft einzusetzen. Die „stabile und robuste Pflanze“ der Gemeinschaft mit Neuzelle müsse weiter wachsen. „Doch das geht nur, wenn wir die jungen Menschen als aktive Partner gewinnen und einbeziehen“, sagte die Langenberger Bürgermeisterin. Deshalb freue sie sich, dass das deutsch-polnische Jugendcamp – eine Initiative des ehemaligen Neuzeller Bürgermeisters Klaus Schroth – weiterhin lebendig sei. Junge Menschen im Alter von 13 bis 16 Jahren aus dem polnischen Zielona Góra und den beiden Partnergemeinden sind beim achten Camp im nächsten Jahr in Langenberg zu Gast.

Für den Neuzeller Bürgermeister Dietmar Baesler und Teilnehmer seiner Delegation, die zum ersten Mal in Langenberg weilten, war ein Moment während der Busfahrt prägend: „Als der Bus die ehemalige Grenze bei Marienborn überquerte, da fuhren wir ganz normal weiter. Das war damals nicht denkbar.“ Diese Normalität, für die auch in Neuzelle die Menschen auf die Straße gegangen seien, ist für Baesler persönlich der „größte Fortschritt“.

Der „zweite Schritt zur Normalität“ sei die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde vor 20 Jahren gewesen. Baesler: „Wir Menschen in Neuzelle und Langenberg sind Freunde in großer Herzlichkeit geworden.“ Auch der Neuzeller Bürgermeister zeigte sich glücklich darüber, „dass die Jugend dabei mit im Boot sitzt“.

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