Hirschgeweih wandert durchs Dorf
Bild: Wieneke
Mit Pauken und Trompeten haben die Langenberger St.-Lambertus-Schützen im Festzug mit gut 300 Grünröcken und zwei berittenen Adjutanten voran zum 67. Mal eine Woche vor ihrem Schützenfest die Schießtrophäe übergeben.  
Bild: Wieneke

Die Zeremonie fand auf dem Anwesen von Schützenbruder Heinz Gentrup statt. „Leider müssen wir heute das Geweih abgeben“, sagte Birgit Dolge im Beisein der Kompaniechefin, Königin Renate Knüwer, und deren Ehemanns, König Marc Knüwer. Im Mittelpunkt stand an diesem Nachmittag das mit frischem Eichengrün geschmückte Hirschgeweih. „Es ist gut, wenn die Trophäe jährlich durchs Revier der Langenberger St.-Lambertus-Schützen wandert und nicht zu lange an einem Ort verharrt“, unterstrich Dolge. Diesmal sei es sicher vom Dorfkern aus über den „reißenden Forthbach“ und die B 55 in Selhorst angekommen. „Doch im nächsten Jahr greifen wir Frauen wieder an und holen den Sechzehnender ins Dorf zurück“, kündete sie an.

Die Trophäe befände sich nun in Selhorst, dem Mittelpunkt des dörflichen Lebens, sagte Thomas Heimann, Hauptman der „Zweiten“, unter dem Jubel der Schützen der siegreichen Kompanie. Er habe bei seinem jüngsten Besuch des Cafés „Zur Linde“ bereits den Eindruck gehabt, dass das Geweih in den letzten zwölf Monaten schon immer sehnsüchtig in Richtung Selhorst geblickt habe, verriet Heimann schmunzelnd. Er versprach, dass seine Schützen beim nächsten Wettbewerb alles geben würden, damit der „ungerade Sechzehnender“ – wie er als Waidmann fachgerecht kennzeichnete – nicht so schnell sein angestammtes Revier in Selhorst verlassen müsse.

Etablierte Veranstaltung

Die Geweihübergabe hat sich über die Jahre zu einer etablierten Veranstaltung eine Woche vor dem dreitätigen Schützenfest entwickelt. So waren am Freitagabend mehr als 230 Schützen und Jungschützen sowie 70 Musiker der Langenberger Blaskapelle und des Spielmannszugs der Bruderschaft mit zwei berittenen Adjutanten hoch zu Ross voran zum Festzug angetreten. Nicht fehlen durfte das amtierende Königspaar Knüwer mit seinem Throngefolge. Jubel brandete bei den Grünröcken der „Zweiten“ auf, als das prächtige Gehörn übergeben wurde.

Die Selhorster Kompanie hatte mit 481 Ringen beim Vergleichsschießen gesiegt. Im wahrsten Wortsinn mit Pauken und Trompeten wurde die Trophäe im gemeinsamen Festzug an ihren Ehrenplatz im Kompanielokal „Der Grieche/Alte Schmiede“ an der Selhorster Straße geleitet. Dort ließ die Schützenfamilie mit zahlreichen Gratulanten aus der Bürgerschaft eine zünftige Geweihparty steigen.

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