Hohenfelder bekommt eine Frischzellenkur
Bild: Nienaber
Mit Volldampf ins Jubiläumsjahr: Hohenfelde-Vertriebsleiter Markus Korfmacher (l.) und Braumeister Heiko Krome präsentieren das neue Erscheinungsbild der Marke. Hingucker sind die modern gestalteten Etiketten. Diese tragen das neue Logo des zukunftsgerichteten Schützen.
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Nachdem in den vergangenen Wochen bereits ein rätselhaft gestalteter Lastwagen unter dem Motto „Da rollt was auf Sie zu“ die Blicke der Autofahrer auf sich zog, prangt seit einigen Tagen das weiterentwickelte Firmenlogo an den Unternehmenshallen. Kein Stückwerk, sondern vielmehr „eine optische Veränderung der Marke ohne Kompromisse – und das auf ganzer Linie“, verspricht Braumeister Heiko Krome.

Rundumschlag in Sachen Außendarstellung

Dementsprechend emsig wurde und wird in den Firmenräumen auf den visuellen Neustart hingearbeitet. Als Zielmarke hatten die Sudprofis vom Hohenfelde einst Januar 2020 als Startschuss für den modernen, frischen Auftritt der Bierspezialitäten und das gesamte Drumherum anvisiert. Je nach Abverkauf der Restbestände könnten einige Neulinge sogar noch vor Weihnachten in den Handel gehen, verrät Vertriebsleiter Markus Korfmacher. Dass das Unternehmen zum Rundumschlag in Sachen Außendarstellung ausholt, lässt sich unter anderem auf das bevorstehende Jubiläum zurückführen. 2020 feiert die Privatbrauerei ihr 175-jähriges Bestehen.

Am 25. April steigt dazu ein großes Hoffest. „Das nehmen wir zum Anlass, das Erscheinungsbild zu modernisieren. Das hatten wir nämlich schon länger vor“, erläutert Korfmacher. Kern des neugestalteten Markengesichts ist der symbolisierte Schütze, der bereits im bisherigen Wappen auftauchte. Wie das gesamte Flaschendesign kommt dieser nun reduziert auf das Wesentliche daher. „Bislang schoss der Schütze nach hinten, was niemand wirklich erklären konnte. Das haben wir geändert, um die Orientierung Richtung Zukunft zu verdeutlichen“, erläutert der Vertriebschef.

Gelbe Kisten bleiben

Nicht wieder zu erkennen sind die Flaschen. Während die Bierlinie mit Pils, Weizen und Co. klassisch-edel mit gold-schwarzer Rundherumbanderole daherkommt, hat die Mischerlinie rund um Radler, Bronx und Flieger einen jungen dynamischen Auftritt. Unter anderem auch 70 000 neue Kisten tragen das neue Schützenlogo samt Schriftzug. Auf das Alleinstellungsmerkmal der gelben Tragehilfen hat das Hohenfelde-Team bewusst nicht verzichtet. „Wir haben uns aber für einen dezenteren Farbton entschieden“, unterstreicht Heiko Krome. Darin sollen künftig sämtliche Produkte ausgeliefert werden. Die ausgedienten, leuchtend gelben Exemplare werden geschreddert und einer neuen Nutzung zugeführt.

Während am Heimatstandort an der Bundesstraße das neue Markengesicht bereits allgegenwärtig ist, sollen die Werbeschilder und Logotafeln an den Gaststätten der Region sukzessiv ausgetauscht werden. „Alles auf einmal wäre dann doch etwas viel geworden“, unterstreicht Markus Korfmacher mit Blick auf das straffe Pensum, dass sich das Unternehmen aufgebürdet hat. „Neuer Look. Bewährter Schluck“ – unter dieses Motto hat die Privatbrauerei die planerisch bereits im Januar gestartete Frischzellenkur gestellt. Soll heißen, dass inhaltlich alles beim Alten bleibt.

„Lappmanns“ geht in den Ruhestand

„Zu unserem Sortiment stehen wir“, sagt Braumeister Heiko Krome. Einzig Fans der Marke „Lappmanns“ müssen jetzt stark sein. Die Schwarzbierspezialität wird nicht mehr abgefüllt. Zur Hohenfelder-Familie gesellt sich stattdessen mit dem bernsteinfarbenen „Dunklen“ demnächst ein malziger Ableger. Er soll neben dem Pils und dem hopfigen Typ 5, das jüngst mit dem World-Beer-Award ausgezeichnet wurde, die „Hopi“-Geschmackspalette erweitern.

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