Hollywoods Hügel dienen als Vorbild
Bild: Nienaber/Montage: Brüning
Eine Buchstabenreihe nach dem Vorbild der kalifornischen Traumfabrik würde die Marke „Langenberg“ stärken, ist sich Planer Matthias Wolf sicher. Dabei müssten die Lettern nicht zwangsläufig wie auf Hollywoods Hügeln angeordnet sein. „Eine lose Aufstellung hätte den gleichen Effekt“, sagt Wolf.
Bild: Nienaber/Montage: Brüning

Die ersten Vorschläge für ein Begrünungs- und Gestaltungskonzept, die der Rietberger Landschaftsplaner Matthias Wolf in der jüngsten Bauausschusssitzung vorgestellt hat, könnten prägnanter nicht sein: eine Buchstabenreihe nach dem Vorbild der kalifornischen Filmfabrik, jede Menge Lavendel, ein Hopfengerüst, wie es sonst nur im Süden Deutschlands zu finden ist, und als i-Tüpfelchen eine glänzende Sudpfanne aus Kupfer, die den Kreisel an der Wiedenbrücker Straße zu einem echten Hingucker werden lassen soll. Ziel des Konzepts des Büros Freiraum Wolf aus Rietberg ist es, den Ortseingang an das Erscheinungsbild der komplett umgestalteten Hauptstraße/Rietberger Straße anzugleichen.

Dabei soll zum einen die Marke „Langenberg“ gestärkt und zum anderen symbolisch ein Bezug zum Ort hergestellt werden. Für Ersteres böte sich der Namenszug der Gemeinde gut sichtbar in großen Buchstaben entlang der B 55 an. Dabei müssten die Lettern nicht zwangsläufig wie auf den Hollywood Hills angeordnet sein. „Eine lose Aufstellung, vielleicht mit verschiedenfarbigen Buchstaben, hätte den gleichen Effekt“, erläuterte Wolf. Langenberg sei für die Bürger der Region unbestritten Synonym für ostwestfälische Braukunst, sagte der Planer. Auf der gegenüberliegenden Seite, östlich der Bundesstraße, kann sich Matthias Wolf daher gut ein Gestaltungselement mit Bezug auf die Welt des kühlen Blonden vorstellen.

Lavendel-Beete und Bäume

Ein Holzgerüst mit angepflanztem Hopfen sollte seiner Ansicht nach im Kreuzungsbereich installiert werden und auf die Verbundenheit des Orts mit den Braumeistern vom Hohenfelde hinweisen. Eben jene haben der Gemeinde zudem angeboten, eine nicht mehr benötigte Sudpfanne zu restaurieren. Der 4,60 Meter breite Kupferbottich fände inmitten des neuen Kreisverkehrs einen idealen Standort, sagte Wolf. Mit Lavendel-Beeten und Bäumen eingerahmt werde das ausgemusterte Brauereigefäß den Innenbereich des „Rundkurses“ zu einer einzigartig gestalteten Verkehrsfläche aufwerten. Die Kreis als Aufsichtsbehörde habe bereits Zustimmung signalisiert, so Wolf.

Als Begleitpflanzung auf den Grünstreifen entlang der Ortsdurchfahrt favorisiert Planer Wolf eine Kombination aus Sträuchern oder Stauden mit immergrünen Hecken und geeigneten Bäumen. Für das „Blühwerk“ eigne sich zum Beispiel eine pflegeleichte Wildblumen-Mischung auf einem Schotterbett. Alternativ könnten Rosensträucher in die Erde gesetzt werden. Bei den Bäumen müsste darauf geachtet werden, dass sie schnittverträglich und straßentauglich sind, also über keine breiten Kronen, dafür aber über Tiefwurzeln verfügen. Als Beispiel nannte Wolf Ulmen, Gleditschie und Säulenhainbuchen. Die Vorschläge des Planungsbüros Wolf werden nun zunächst fraktionsintern besprochen. In einer der nächsten Sitzungen des Bauausschusses soll das Thema erneut diskutiert werden.

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