„Ich bin nicht grenzenlos allein“
Foto: Wieneke
Regina und Gerd Frerich stellen die neuen Titel als Videos bei Youtube zur Verfügung, um die Wartezeit zu überbrücken.
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Um die Wartezeit zu überbrücken, hat Gerd Frerich die von seiner Ehefrau komponierten Titel aufgezeichnet und stellt sie als Videos auf der Online-Plattform Youtube zur Verfügung. Sie sind zudem über eine entsprechende Verlinkung auf der Interseite des Paars zu finden.

Von Hoffnung und Menschlichkeit

Der erste Song von Regina Frerich „Ich wünsch dir eine Welt“ hatte am 7. Januar Premiere gefeiert. Bei diesem Lied mit inzwischen gut 860 Aufrufen steht der Wunsch nach Toleranz, Vertrauen, Träumen, Menschlichkeit, Freundschaft und Hoffnung im Zentrum. Seit dem vergangenen Freitag ist nun „Grenzenlos allein“ des kreativen Ehepaars Frerich als weiteres Video auf dem Youtube-Kanal abzurufen. Dabei verarbeitet Regina Frerich die gravierenden Auswirkungen durch das weltweit grassierende Corona-Virus auf die Menschen aller Generationen und tröstet sie in ihrer sorgenvollen Ohnmacht: „Du bist nicht allein mit deiner Langeweile, mit deinen Ängsten und deiner Einsamkeit.“ 

Mit ihren eindringlichen Texten und ihrer einfühlsamen Musik schlüpft die Song- und Musical-Schreiberin im Video ihres Ehemanns Gerd in zwei Alltagsmenschen: Sie zeigt eine einsame Schülerin an ihrem Homeshooling-Schreibtisch und folgt dem leeren Blick einer betagten Frau aus dem Fenster ihres kleinen Zimmerchens in einem Seniorenheim. Ein kleiner Funke Hoffnung keimt in ihrem persönlichen dritten Blick auf und macht sich im strahlenden Finale mit immer mehr Menschen – natürlich unter Einhaltung aller Corona-Vorschriften – musikalisch breit. „Bald wird alles besser sein – ja ich weiß, ich bin nicht grenzenlos allein“, singt Regina Frerich mit einem immer größer werdenden Chor, bestehend aus den Langenberger „Musical Kids“ und befreundeten erwachsenen Stimmen.

Wenn einem die Freunde fehlen

Der erste Songtext im Zimmer des jungen Mädchens: „Bunter Stoff verhüllt die Nase und ich seh’ dein Lächeln nicht. Deine Stimme klingt so anders, wenn du mit dir selber sprichst. Dich mit Freunden treffen, mit ganz vielen hier und da oder einfach nur zu Schule gehen – es ist nichts mehr, wie es war. Und immer dann, wenn ich dich seh’, tut’s mir in der Seele weh, und ich weiß nicht, wie ich’s dir erklären soll – soll ich lügen, soll ich schrei’n, bald wird alles besser sein und dann fühl ich mich so grenzenlos allein.“

Es folgt der Blick auf eine betagte aus dem Fenster starrende Frau: „Stundenlang sitzt du am Fenster und verstehst die Welt nicht mehr, so viel lustlose Gesichter machen dir das Leben schwer. Krieg und Hunger, Not und Leiden hast du alles schon geseh’n und diese große Einsamkeit – nein, das kannst du nicht versteh’n. Und immer dann, wenn ich dich seh’, tut’s mir in der Seele weh . . .“

„Bald wird alles besser sein“

In der dritten Strophe keimt Hoffnung auf: „Doch dann seh’ ich: All die anderen fühlen ganz genau wie ich, gleiche Sorgen und die gleiche Angst, und dann seh’ ich ihre Augen, seh’ ein Lächeln im Gesicht, nur ein kleines, doch dann weiß ich: Ich bin nicht allein. Und immer dann, wenn ich sie seh’, tut’s auf einmal nicht mehr weh. Ein Gefühl, das alle Ohnmacht vertreibt, eine Hoffnung noch ganz klein: Bald wird alles besser sein! Und ich weiß: Ich bin nicht grenzenlos allein – ja ich weiß, ich bin nicht grenzenlos allein.“

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