Im Netz hat Gemeinde Nachholbedarf
Bild: Nienaber
Die rote Laterne teilt sich Langenberg beim Online-Check der Grünen-Landtagsfraktion mit drei weiteren Kommunen. Lediglich 5 von 40 Punkten gab es für den Internetauftritt der Gemeinde.  
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 Beim Online-Check der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen haben die vier Kommunen den letzten Platz belegt. Bürgerservice, Transparenz, Beteiligung und Barrierefreiheit – unter diesen Gesichtspunkten haben die Grünen zusammen mit IT-Experten die Internetpräsenzen der 396 NRW-Kommunen auf Herz und Nieren geprüft. Welche Angebote gibt es, um Verwaltungsvorgänge online und dadurch schnell und unkompliziert von zu Hause ohne den Mehraufwand eines Besuchs bei der Stadtverwaltung zu erledigen? Wie werden die Bürger bei Entscheidungsprozessen eingebunden? Wie transparent sind die Rathäuser? Wie sieht es bei den Kommunen im Netz in Sachen Barrierefreiheit aus? Mit einem Katalog an Fragen wie diesen wurden die Websites der 396 Kommunen durchleuchtet.

Lediglich fünf von 40 möglichen Punkten haben Langenberg und die drei weiteren Letztplatzierten einheimsen können. In der Teilkategorie „Einbindung der Bürger in die Abläufe der Politik“ ging die Gemeinde Langenberg sogar gänzlich leer aus. Lediglich bei der Barrierefreiheit, im Bereich „Verwaltungsvorgänge online“ und Transparenz punktete die kleine Gemeinde im Süden des Kreises Gütersloh wenigstens ansatzweise. Das Ziel der Aktion sei es, den Fortschritt des digitalen Wandels in NRW zu untersuchen und mitzugestalten, schreiben die Bündnisgrünen in ihrer Ergebnispräsentation. Für Städte und Gemeinden, die ihr Angebot verbessern wollten, sei der Online-Check eine optimale Arbeitsgrundlage, der Vorreiter bekannter mache und zeige, was überhaupt möglich ist.

Im Langenberger Rathaus sieht man das Ergebnis gelassen. Die Untersuchung der Landespolitiker in Kooperation mit den Fachleuten sei zu einem Zeitpunkt gekommen, an dem man ohnehin über eine Erneuerung der eigenen Internetpräsenz nachgedacht und auch bereits konkrete Planungen erstellt habe. „2015 wollen wir mit unserer Seite als Bürgerportal an den Start gehen“, erläuterte Bürgermeisterin Susanne Mittag auf Nachfrage der „Glocke“. Nichtsdestotrotz sei das schlechte Abschneiden natürlich „schade“.

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