In Sachen Jugendarbeit gut aufgestellt
Bild: Nienaber
Gesprächsrunde zum Thema Jugend: Über die Vorteil des Lebens in einer kleinen Gemeinde sowie über die Angebote im Bereich der Jugendarbeit sprachen im Rahmen des Neujahrsempfangs (v. l.) Marie-Jana Güth (Jugendbeirat), Lars Walz (Jugendtreff „Pepper“), Kim Reckhaus („Musikzehner“) und Melody Hoppe (Jugendtreff „Pepper“).  
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Auf dem Erreichten ausruhen könne aber keine Option sein. Für 2017 stünden etliche Projekte in den Startlöchern – darunter zwei „Meilensteine für Langenberg“. Im Rathaus spreche man bereits vom Jahr der Planungen. „Wir haben in den vergangenen Monaten im Rat viele wichtige Beschlüsse gefasst – und das meist einstimmig. Da zeigt sich, dass unsere Gremien ein gemeinsames Verständnis von der zukünftigen Entwicklung von Langenberg haben“, unterstrich die erste Bürgerin. Bauhof, Mehrgenerationenspielplatz auf „Haselkamps Wiese“, Mensa-Erweiterung des Grundschulverbunds – das alles warte auf Umsetzung.

Als „Meilenstein“ bezeichnete Susanne Mittag die bevorstehende Glasfaservernetzung der Gemeinde. Im März wolle die BBV, nach zuletzt einigen „Querschlägen“, so Mittag, mit ihrer Partnerin Diligenter den Ausbau der Datenautobahn beginnen. „Damit ist die Gemeinde in Sachen Standortvorteil ganz weit vorn“, betonte die Bürgermeisterin. Die ersten Schritte hin zu einem gemeinsamen Stadtwerk mit der Nachbarstadt Rietberg als zweiten Meilenstein für Langenberg habe die Politik bereits vorbereitet. Nun gelte es, dem gemeinsamen Ziel näher zu kommen. „Für uns als Kommune mit 8300 Einwohnern wäre das sicher eine Nummer zu groß“, sagte Susanne Mittag. Von daher sei es schon länger ihr persönliches Ziel gewesen, eine interkommunale Kooperation anzustreben.

„Interkommunale Kooperation ist angedacht“

Im engen Kontakt mit der Emsstadt, mit der man bereits eine gemeinsame Vergabestelle aufgebaut habe, stünde die Gemeinde auch mit Blick auf die Ausweisung dringend benötigter neuer Gewerbeflächen. Zwar plane man, zeitnah vier Hektar am „Grünen Weg“ zu erschließen, „mittelfristig ist eine interkommunale Kooperation angedacht“. Eng werde es in Langenberg aber nicht nur mit Blick auf Grund und Boden für Unternehmen und Handelstreibende. Vor allem in Benteler mangele es an Bauland für Familien. Von daher hoffe man darauf, dass die anstehende Neuaufstellung des Regionalplans, der die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Gemeinde vorgibt, Abhilfe schafft.

Günstiges Wohnen in heimeliger statt in anonymer Atmosphäre – das sind nach Ansicht von Marie-Jana Güth, zweite Vorsitzende des Langenberger Jugendbeirats, die Vorzüge der kleinen Gemeinde im Süden des Kreises Gütersloh. Dennoch gebe es durchaus Potenzial, mehr Attraktivität, vor allem mit Blick auf jüngere Generationen, zu schaffen. Dazu gehöre zum Beispiel die Ausweitung des Angebots des Öffentlichen Personennahverkehrs, sagte Marie-Jana Güth im Rahmen einer Gesprächsrunde zum Thema Jugend anlässlich des Neujahrsempfangs.

Als Bereicherung für das kulturelle Leben in der Gemeinde nannte Susanne Mittag den neuen Verein „Musikzehner“, dessen zweite Vorsitzende Kim Reckhaus unermüdlich die Werbetrommel für bevorstehende Aktivitäten rührte. Insbesondere für junge und jung gebliebene Bürger werde so ein Angebot geschaffen, dass es bisher nur ansatzweise in Langenberg gab, sagte Mittag. Gut aufgestellt sieht die Rathauschefin die Gemeinde in Sachen Jugendarbeit. Vor allem die Kooperation der Caritas mit ihrem Jugendtreff und dem Verein Langenberger Jugend bringe tolle Ergebnisse wie zuletzt die Renovierung des „Peppers“ zutage.

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