Jedi-Ritter stürmen das Rathaus
Bild: Nienaber
Indianerinnen, Eisbären oder Ninja-Kämpfer: Beim Rosenmontagszug für Kinder in Langenberg gehen allegemeinsam auf die Jagd nach süßen Trophäen in Form von Bonbons.
Bild: Nienaber

Soviel steht fest: Bei der 2014er-Ausgabe des etwas anderen Rosenmontagszugs waren die Kleinsten wieder die Größten. 10 Uhr, Pausenhof der Brinkmannschule: Der Schulgong ertönt, und alles fängt an zu rennen. Aber nicht, wie man meinen könnte, in die Klassenräume, sondern zur Startposition. Denn auf dem Stundenplan steht an diesem Tag nicht Mathe oder Sachkunde, sondern eine „Süßigkeitenjagd“: Beim Rosenmontagszug in Langenberg werfen bekanntlich die Zuschauer Kamelle und Co. Und so ungewöhnlich das Unterrichtsthema an diesem Tag ist, so irrwitzig sind auch die Kostüme, die die kleinen Brinkmänner zur Schau tragen. Jedi-Ritter trifft auf Prinzessin, Drache auf Murmeltier und Pippi Langstrumpf auf Bob den Baumeister – an Kreativität mangelt es dem Langenberger Nachwuchs ganz offensichtlich nicht. Schon auf der Brinkstraße wird der jecke Lindwurm von den ersten großen und kleinen Besuchern lautstark und mit süßen Willkommensgrüßen empfangen. Bonbons prasseln gleich pfundweise auf die Straße, die Rucksäcke der jungen Kamelle-Jäger füllen sich langsam, aber sicher.

Schunkelpause

Auf dem Weg zur Hauptstraße wird auf dem Innenhof des Altenwohnheims St. Antonius eine kurze Schunkel- und Mitsingpause eingelegt. Die Musik dazu liefern zur Freude der Bewohner das Jugendblasorchester und der Spielmannszug Langenberg. Vor der Lambertuskirche stehen Hunderte Karnevalisten Spalier, die die jungen Jecken schon sehnlichst erwartet haben. Auch hier regnet es zur Freude der Schülern und der vielen Ehemaligen, die sich in den Rosenmontagszug der Brinkmannschule eingereiht haben, statt der gefürchteten Bindfäden jede Menge Süßes. Nicht lange auf sich warten lassen Bürgermeisterin Susanne Mittag – als Zorro verkleidet – und ihre Verwaltungsmannschaft, als die kleinen Karnevalisten den Rathausvorplatz stürmen. Hier fliegt allenfalls süße „Munition“ gleich säckeweise durch die Luft.

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