Jugend lebt Camp-Idee auf ganzer Linie
Bild: Nienaber
Erwarten die Gäste aus Neuzelle und Zielona-Gora: Bürgermeisterin Susanne Mittag und Andrea Wachter (r.), die das Jugendcamp mit den Langenbergern inhaltlich und pädagogisch betreut.  
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Dann geht das deutsch-polnische Jugendcamp in Langenberg in seine achte Runde. 32 Jungen und Mädchen sowie sechs Betreuer und Dolmetscher aus der Gemeinde sowie aus der Partnerkommune Neuzelle und dessen Partnerstadt in Polen, Zielona-Gora, sind dann dabei. Eine Menge an Vorbereitungen bedürfe es, damit das einwöchige „Luftmatratzenlager“ das werde, als das es geplant sei: ein Zusammentreffen der Kulturen, das den Austausch unter den Jugendlichen fördern und das Offensein für Neues stärken soll.

Sorge, dass sich das Jugendcamp in eine andere Richtung entwickelt, hat Bürgermeisterin Susanne Mittag nicht: „Die Idee, die hinter dem Camp steckt, ist nicht bloß ein hehres Ziel von uns als Organisatoren, sondern sie wird von den Teilnehmern gelebt.“ Als Beleg dafür führt sie zahlreiche intensive Freundschaften an, die aus den vorangegangenen Camps und aus begleitenden Schulfahrten hervorgegangen seien.

Inhaltlich und pädagogisch betreut wird das Jugendcamp von Andrea Wachter. Bei der Organisation des siebentägigen Abenteuers unterstützt wird die Langenbergerin von Kevin Hustemeier. Das Programm, das die beiden zusammen mit Verwaltungschefin Susanne Mittag ausgearbeitet haben, kann sich sehen lassen „und lässt die Woche ganz schön kurz werden“, wie Deeskalationstrainerin Andrea Wachter betont. Der Samstag, 9. August, stünde ganz im Zeichen des Ankommens und Kennenlernens. Doch schon am nächsten Tag legt das Jugendcamp mit einer Stadtrallye und einem Kubb-Turnier richtig los.

Domstadt Köln ist Ziel einer Tagesfahrt

Am Montag starten verschiedene Drei-Tage-Workshops, bei denen sich die Teilnehmer in Kleingruppen kreativ austoben können. Unter anderem können sich die Jugendlichen als Modedesigner versuchen oder Parkour erlernen. Am vierten Tag stehen eine Fahrt nach Paderborn und eine Kanutour auf der Lippe an. Der Mittwoch ist als kurze Verschnaufpause gedacht, bei einem Besuch im Rathaus können die Jungen und Mädchen zudem Verwaltungsluft schnuppern. Als ein Höhepunkt beschließen am Donnerstag ein Besuch der Domstadt Köln und ein Abstecher auf den Hof Helfgerd das Programm.

Bevor am Samstag, 16. August, die sprichwörtlichen Zelte abgebrochen werden, steigt am letzten Abend des deutsch-polnischen Jugendcamps das Abschlussfest, in dessen Rahmen die Langenberger, Neuzeller und die Teilnehmer aus Zielona-Gora das Erlernte aus den Workshops präsentieren. Unter den Zuschauern werden dann auch die Bürgermeister aus den drei Kommunen sein.

Erfreut zeigen sich Mittag und Wachter darüber, dass sich mehrere Vereine, Gruppen, Familien und Privatpersonen aus Langenberg in die Organisation des Camps eingebracht haben. Unterstützung finanzieller Natur sei bisher allerdings eher Mangelware, meint die erste Bürgerin der Gemeinde. „Um den Jugendlichen etwas bieten zu können, müssen wir schon etwas Geld in die Hände nehmen. Daher sind wir auf Spenden angewiesen“, sagt Susanne Mittag. Wer Interesse hat, finanzielle Unterstützung zu leisten kann sich im Büro der Bürgermeisterin melden. Bürgermeisterin Susanne Mittag,  05248/50821

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