Kämmerer freut sich über sattes Plus
Bild: Nienaber
Sprudelnde Gewerbesteuererträge haben in Langenberg dazu geführt, dass die Gemeinde das Jahr 2016 mit einem Plus von 967 000 Euro abschließt. Ursprünglich war man von einem Defizit in Höhe von einer Million Euro ausgegangen.  
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Es ist eine faustdicke Überraschung gewesen, die Dirk Vogt den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses zu vermelden hatte. Hatte der Mann der Zahlen im Langenberger Gemeindeparlament noch vor wenigen Monaten im Rahmen der jüngsten Haushaltsberatungen statt eines Defizits von einer Million Euro von einer „schwarzen Null“ gesprochen, mit der die Gemeinde rechnen könne, hat sich das Ergebnis noch einmal deutlich verbessert. „Wider den Erwartungen schließen wir das Jahr 2016 mit einem Plus von 967 000 Euro ab“, verkündete Vogt am Mittwochabend.

Damit fahre man das beste Jahresergebnis der jüngeren Vergangenheit ein. Zwar habe die Gemeinde auch 2014 und 2015 ihre prognostizierten Zahlen nach oben korrigieren können, dennoch habe jeweils ein – wenn auch kleineres – Loch im Haushalt geklafft. Lediglich 2013 habe eine ähnliche Entwicklung statt zu einem Fehlbetrag zu einem Haushaltsplus geführt. Die gegenüber den Planzahlen um zwei Millionen Euro gestiegenen Einnahmen sind laut Vogt vor allem auf ein „sattes Plus bei den Gewerbesteuererträgen“ zurückzuführen.

Hatte der Kämmerer ursprünglich mit Abgaben der heimischen Unternehmer in Höhe von 3,65 Millionen Euro kalkuliert, standen zum Stichtag 31. Dezember 2016 de facto 5,1 Millionen Euro unterm Strich. Geringere Aufwendungen bei der Unterbringung von Flüchtlingen sowie höhere Erstattungen von Land und Bund in dieser Thematik haben sich laut Vogt ebenfalls positiv auf den Jahresabschluss ausgewirkt. Hätte sich die sogenannte Ausgleichsrücklage der Gemeinde nach alter Planung nahezu pulverisiert, könne er als Kämmerer nachts nun wieder ein wenig besser schlafen, erläuterte Dirk Vogt gegenüber der „Glocke“. Weil man keinen Fehlbetrag zu decken hat, stattdessen aber eine Million Euro auf der Haben-Seite stehen, ist das unmittelbar zur Verfügung stehende Finanzpolster auf 2,3 Millionen Euro angewachsen.

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