Keine Buskosten, Stadt lädt zum Gespräch
Für die Schüler aus Langenberg, die ab September die Klasse fünf der Osterrath-Realschule in Rheda-Wiedenbrück besuchen, will die Doppelstadt keine Transportkosten übernehmen.

Die Gemeinde Langenberg ist überzeugt: Die Nachbarkommune muss für die Fünftklässler zahlen. Dazwischen stehen die 13 Eltern, die ihre Kinder ab September in die Doppelstadt zum Büffeln schickt.

Rechtsgutachten

Diesen Eltern soll in der kommenden Woche eine schriftliche Einladung zu einer Gesprächsrunde zugehen, teilte am Mittwochnachmittag Martin Pollklas, Pressesprecher der Stadt Rheda-Wiedenbrück, mit. Ende Mai will die Verwaltung ihre Rechtspositionen erläutern. Die Verwaltung in Rheda-Wiedenbrück hatte im Februar ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das ihre Auffassung bestätigt. „Langenberg verfügt bald über eine Gemeinschaftsschule“, konstatiert Pollklas. Es werde damit geworben, Kinder mit Haupt- und Realschulniveau und der Befähigung zum Gymnasium zu unterrichten. Damit könne eine Realschulausbildung in Langenberg über die Bühne gehen, lautet die Auffassung. Im Rathaus von Langenberg pochen die Verantwortlichen auf das Schulträgerprinzip. Der Regierungspräsident (RP) in Detmold als Schulaufsichtsbehörde vertritt die gleiche Ansicht: Die Gemeinschaftsschule löst die bisherigen Schulformen auf, und sie wird vom gemeinsamen Unterricht geprägt.

Kein Realschulzweig

Ab diesem Sommer wird in der Konrad-Adenauer-Schule kein Realschulzweig mehr für Fünftklässler angeboten. In die gleiche Richtung geht auch die Beurteilung des NRW-Schulministeriums Düsseldorf. Heißt: Rheda-Wiedenbrück muss den Schülern die Kosten erstatten. Claudia Mohr ist irritiert. Die spricht für die betroffenen Eltern, die monatlich jeweils für 60 Euro Buskosten aufkommen müssen. „Wir haben nichts Schriftliches in der Hand“, sagt Mohr. Die Befürchtung, die Stadt Rheda-Wiedenbrück sitze das Problem aus, ist nach der gestern mündlich angekündigten Erörterungstermin im Rathaus von Rheda-Wiedenbrück gegenstandslos.

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