Keine Kamelle kommt unter die Räder
Bild: Wieneke
Bunt kostümiert zogen die Grundschüler und Kindergartenkinder durch Langenberg.
Bild: Wieneke

Der Straßenkarneval am Rosenmontag in Langenberg lebt einzig und allein vom närrischen Umzug der Brinkmann-Grundschule und der Kindergärten.

Der bunte Zug mit den jecken Kindern erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit bei Jung und Alt. Aus der Taufe gehoben wurde der Rosenmontagszug der Langenberger Grundschüler mit ihren Lehrern im Jahr 1995. In den folgenden Jahren schlossen sich dem bunten Treiben auch Gruppen der Kindertagesstätten an. Bunt und ideenreich verkleidet erschienen die närrischen Grundschüler und wurden von ihren ebenfalls verkleideten Lehrerinnen und Lehrern mit Schulleiter Bernhard Heimann an der Spitze empfangen.

Der stets gut gelaunte Schulchef erschien in der Uniform eines schmucken Kapitäns. Denn für ihn war es der letzte Rosenmontagszug mit seiner Schülerschar. Doch der erste Mann an Bord verließ sein Brinkmann-Schulschiff nicht wie der Kapitän des Costa-Kreuzfahrschiffs als einer der ersten, sondern geht erst Ende dieses Schuljahrs von Bord.

Pünktlich um 10 Uhr startete die froh gelaunte Schülerschar zu ihrem närrischen Umzug durch die Gemeinde. Musikalisch begleitet vom Spielmannszugs der St.-Lambertus-Schützenbruderschaft und der gemeinsamen Band der Blaskapelle und der Jugendblaskapelle startete der närrische Bandwurm am Schulhof. Mit Helau ging es über die Brink- und Wadersloher Straße zum Altenpflegeheim. Dort erfreuten die närrischen Kinder die älteren Menschen mit ihren Kostümen.

An der Hauptstraße angekommen, wurden die Kinder von einer großen Gästeschar am Straßenrand erwartet. Jetzt gab es für die jungen Narren viel zu tun, denn die Kamelle und Süßigkeiten prasselten in großen Mengen auf sie nieder.

Nur im Schleichtempo kam der Zug weiter, sollte doch kein Bonbon auf dem Straßenpflaster liegen bleiben. Die ganz schlauen Grundschüler verzichteten auf das lästige Bücken beim Kamelle-Aufheben – sie ließen sich die begehrten Süßigkeiten mit unschuldigem Blick direkt in ihre Tasche füllen.

Zügig nahm danach der Rosenmontagszug den Weg zum Rathaus, denn dort erwartete ein weiterer Bonbon-Regen die ausgelassene Kinder. Die Verwaltungsspitze gab sich keine Blöße: Trotz der kommunalen Finanzmisere gaben Bürgermeisterin Susanne Mittag und ihre Mitarbeiter den Mädchen und Jungen gern und reichlich.

Inzwischen hatten fleißige Elternhände aus den Reihen des Förderkreises „Regenbogen“ und der Schulpflegschaft den Schulhof der Brinkmannschule in eine große Partymeile verwandelt: Die zünftige Rosenmontagsparty für Jung und Alt startete. Mädchen und Jungen boten eine mitreißende Miniplaybackshow und die Narrenschar genoss alles bei Gegrilltem, Glühwein und Kinderpunsch.

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