Kirchengemeinde gründet Förderverein

Grundlos geschieht das nicht. „Auch für eine lebendige Kirchengemeinde wird es immer schwieriger, Zuschüsse vom Erzbistum zu erhalten“, erklärt Heinrich Baumhus, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. Dieser Herausforderung müsse und wolle man sich stellen. Hintergrund: Der Haushalt 2010 des Erzbistums Paderborn wurde auf 298 Millionen Euro gekürzt, weil das Bistum einen Kirchensteuerrückgang von 75 Millionen Euro prognostiziert hatte. Entsprechend weniger Mittel erreichten die Gemeinden. Am Montag ab 19.30 Uhr sind Bürger eingeladen, die Gründungsversammlung durch ihren Besuch zu unterstützen und auch die Arbeit der Kirchengemeinde durch eine Mitgliedschaft dauerhaft zu fördern.

Stiftung eine Alternative

Die Idee, sich externe Einnahmequellen zu erschließen, ist in der Lambertusgemeinde nicht neu. Bereits seit Jahren machen die Verantwortlichen sich entsprechende Gedanken. Das Vorhaben, eine Stiftung ins Leben zu rufen, sei geprüft aber nicht weiter verfolgt worden, sagt Baumhus. Konkret wurden die Überlegungen unmittelbar vor dem Pfarrfest im vergangenen August. Mit einem Infostand wurde das Anliegen sichtbar transportiert. 40 Bürger signalisierten Interesse, einen Förderverein aktiv zu unterstützen. Genau zu der Zeit bot die Pfarrgemeinde auch die ehemalige Vikarie auf dem Immobilienmarkt an, unter anderem um ihre Einnahmesituation zu verbessern. „Wir hätten das Haus am Kirchplatz veräußern können“, erinnert sich Heinrich Baumhus. Die Offerten kreuzten sich aber mit der Bitte von jungen Christen nach dem Aachener Modell eine Jugendkirche in den Räumen installieren zu wollen. Daraus entstand der „Dicke Fisch“, der sich vor einem Monat in dem Haus etabliert hat. Die Initiatoren gehen nicht unvorbereitet in die Gründungsversammlung. Ein Satzung wurde im Entwurf erstellt und würde einer Prüfung durch das Finanzamt auf Gemeinnützigkeit standhalten.

15 Euro Jahresbeitrag

Die Regularien des Abends sehen unter anderem vor, das Regelwerk zu diskutieren, die Gründung des Fördervereins zu beschließen und einen Vorstand zu wählen. Grob umrissen hat der Pfarrgemeinderat auch mögliche Schwerpunkte der Förderarbeit. Jugendarbeit, Altenhilfe, der Erhalt von Brauchtümern, die Kirchen- und Denkmalpflege sowie die Kultur zählen zu den Feldern, die mit dem vorgeschlagenen Jahresbeitrag von 15 Euro unterstützt werden sollen.

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