Kirchturm muss saniert werden
Die Experten im Glockenturm von St. Lambertus: (v. l.) Gunther Rohrberg, Claus Peters und Dr. Gerhard Best.

Bereits im Mai 2007 hatte Dechant Dr. Gerhard Best aus Lippetal als Glockensachverständiger und Beauftragter für das Glockenwesen im Erzbistum Paderborn in einem Gutachten auf eine „notwendige und mittelfristig durchzuführende Instandsetzung von Glockengeläut und Glockenstuhl“ hingewiesen.

Nach der jährlich wiederkehrenden Wartungsarbeit durch eine Herforder Fachfirma im Juli vergangenen Jahrs mahnte Dr. Best eine „umfassende und dringend erforderliche Sanierung“ der Anlagen aufgrund „spürbar zugenommener Bewegungen des Glockenstuhls“ an. Zugleich forderte er „eine Reduzierung des Läutens auf den ausschließlichen Gebrauch der Glocken zwei und drei“. Nach erneutem Besuch im März dieses Jahrs in Langenberg ist für den Fachmann nun „dringender Handlungsbedarf“ gegeben.

Musste 2009 aufgrund der damaligen umfassenden Außensanierung der Pfarrkirche die Sanierung von Glockenstuhl und Läuteanlage aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden, so bleibt dem Kirchenvorstand nun nichts anderes übrig, als Fakten zu schaffen. Alle erforderlichen Baumaßnahmen sollen nun ermittelt werden, Ausschreibung und Vergabe schnellstens erfolgen, so dass im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden kann. Die Fertigstellung soll bis zum Jahresende erfolgen.

Grundlage dieses Beschlusses war ein weiterer Ortstermin am 2. Juni von Kirchenvorstand und Vertretern der Kirchengemeinde mit einem Kreis von Fachleuten. Das waren neben dem Glockensachverständigen Dechant Dr. Gerhard Best auch Claus Peter aus Rhynern (Glockensachverständiger der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Landeskonservators) sowie Statiker Gunther Rohrberg aus Lippstadt. Intensiv wurden nochmals die gesamte Läuteanlage, der Glockenstuhl, die Aufhängung und der Zustand der Glocken, die Fußböden von Glockenstube und Kirchturmspitze sowie die Motorenbänke untersucht und begutachtet. Dabei wurden die bereits zuvor festgestellten massiven Schäden bestätigt.

Mehr darüber in der „Glocke“-Ausgabe Rheda-Wiedenbrück am Freitag.

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