Kita richtet ab August vierte Gruppe ein
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Trotz niedriger Geburtenrate wächst in der Gemeinde Langenberg der Bedarf an Kindergartenplätzen. Angedockt an die Awo-Kita „Am Fortbach“ geht daher ab August eine vierte Gruppe an den Start.
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Das Angebot für die Jüngsten in der Kommune wird daher zum August aufgestockt. „Die Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt ,Am Fortbach‘  installiert zum neuen Kita-Jahr eine vierte Gruppe“, bestätigte gestern Beate Balsliemke, stellvertretende Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Gütersloh, dessen Abteilung Jugend für die Planung des Kindergartenbedarfs in der Gemeinde verantwortlich zeichnet. Die Verträge wurden demnach bereits unterschrieben.

Betreuung von bis zu 20 Mädchen und Jungen

Einziehen wird das zusätzliche Betreuungsangebot jedoch nicht in die Räume der Kita – dort sind die Kapazitäten mit den drei bereits vorhandenen Gruppen erschöpft –, sondern in ein aktuell leerstehendes Wohnhaus in unmittelbarer Nähe zur Einrichtung am Schützenplatz. „Ein Teil des Erdgeschosses wird von der Arbeiterwohlfahrt als Trägerin des Angebots angemietet und bedarfsgerecht eingerichtet“, erklärt Langenbergs Fachbereichsleiter Bürgerservice und Interne Dienste, Peter Schaumburg. Betreut werden sollen dort bis zu 20 Kinder.

Genehmigt ist die zusätzliche Gruppe nach Auskunft von Beate Balsliemke für eine Dauer von fünf bis zehn Jahren. „Die aktuellen Anmeldezahlen haben uns zu dem Schritt bewogen, der Einrichtung eines solchen Angebots zuzustimmen“, sagt die Pressesprecherin. Demnach übersteigen die Anfragen der Eltern aktuell die in der Gemeinde zur Verfügung stehenden Betreuungsmöglich- keiten für Kinder. „Der Bedarf ist da“, weiß auch Bürgermeisterin Susanne Mittag. Schließlich gehöre die Gemeinde aufgrund ihrer Neubaugebiete zu den Zuzugsgebieten.

„Jungen Familien, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben, wollen wir eine attraktive Versorgungsstruktur bieten. Dazu gehören auch ausreichend Kita-Plätze“, sagt Mittag. Kostenlos ist die zusätzliche Betreuungsgruppe für die Gemeinde indes nicht. So rechnet man im Rathaus für das laufende Jahr mit anteiligen Betriebskosten in Höhe von voraussichtlich 7500 Euro. „Pro ganzem Jahr werden es dann etwa 15 000 Euro sein“, sagt Peter Schaumburg.

Zusätzliches Angebot für Flüchtlinge

Zusätzlich zur erweiterten Betreuungsmöglichkeit der Awo-Kindertagesstätte „Am Fortbach“ soll auch das Angebot für Flüchtlingskinder in der Gemeinde ausgebaut werden. Entsprechende Fördergelder seien vom Land NRW bereits bewilligt worden, teilte Susanne Mittag gestern auf Anfrage der „Glocke“ mit. Geplant sei die Einrichtung von zwei Gruppen für jeweils fünf Kinder, erklärt die Bürgermeisterin. „Die Mädchen und Jungen sollten dort unter anderem das sprachliche Rüstzeug vermittelt bekommen, um im Regelkindergarten zurechtzukommen.“

Aktuell wohnen insgesamt 170 Flüchtlinge in Langenberg und Benteler. „Von den 33 Kindern sind 13 im schulpflichtigen und 20 im Kita-Alter“, sagt Peter Schaumburg. Seit Jahresbeginn ist der Gemeinde lediglich ein weiterer Asylbewerber zugewiesen worden. „Wir haben allerdings vom Land das Signal erhalten, dass es ab Mai wieder – wenn auch moderat – weitergehen wird.“

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