Kolping-Vorstandsetage leer gefegt
Montage: Ebert
Offensichtlich kein Platz an der Sonne: der Kolpingvorsitz
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Es war eine Überraschung, dass Margret Wenzel nach 20 Jahren ihre Arbeit als Leiterin der Gruppe „Junge Familien“ in der Kolpingsfamilie Langenberg nicht weiterführt und sich kein Nachfolger fand. Doch sprachlos waren die Kolpinger, dass Vorsitzender Michael Berghoff ebenfalls nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht. Weder für dieses Amt noch für das bereits seit Jahren verwaiste des zweiten Vorsitzenden war ein Bewerber zu finden.

Sechs Jahre ohne Vertreter

Mit der Feier der Eucharistie hatte die Hauptversammlung der Kolpingsfamilie begonnen. Anschließend fanden sich 27 Mitglieder – in den Jahren zuvor waren es weitaus mehr – im Lambertushaus zu ihrer Tagung ein. Vorsitzender Michael Berghoff (Bild) hieß Ehrenpräses Pastor i. R. Paul Hengsbach sowie Dietmar Esken vom Bezirksverband willkommen. Bei den satzungsgemäßen Teilwahlen herrschte Ratlosigkeit, als gleich beim ersten Wahlgang kein Kandidat für die Nachfolge von Margret Wenzel als Leiter(in) der Gruppe „Junge Familien“ zu finden war. Zuvor hatte Wenzel, die das Amt 20 Jahre geführt hatte, bereits beklagt, dass zwar viele Kolpinger bereit seien, bei Veranstaltungen aktiv mit anzupacken, es aber ablehnten, ein Amt zu übernehmen. Einem Schock kam für die Anwesenden das „Nein“ von Michael Berghoff auf die Frage gleich, ob er für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender kandidiere. Auch er präsentierte keinen Nachfolger und bemängelte, dass er in seiner sechsjährigen Amtszeit überwiegend ohne Stellvertreter hätte auskommen müssen. Und da viele Mitglieder erst gar nicht zur Hauptversammlung erschienen waren, fanden sich während der Sitzung keine Kandidaten für diese beiden Ämter.

Zwei-Personen-Show

Der geschäftsführende Vorstand besteht nur noch aus Kassenwartin Maria Weber und Schriftführer Thomas Terhechte. „Die Kolping-Arbeit in Langenberg wird nicht einschlafen, aber wir müssen nun diese schwere Zeit überstehen“, lautete die erste Reaktion Terhechtes. Seine Zuversicht schöpft er aus der breiten Unterstützung der über 160 Mitglieder bei allen Aktionen und Veranstaltungen in den vergangenen Jahren. Mit einem „riesigen Dank“ verabschiedete er Michael Berghoff und Margret Wenzel aus ihren Ämtern. Ehrenpräses Pastor i. R. Hengsbach blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft. Er schlug vor, die Kolpingsfamilie in einem Vorstandsteam zu führen, so wie es bereits seit Jahren in der Caritas und in der KFD sehr gut laufe

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