Langenberg hat nun eine eigene Königin
Bild: Wieneke
Die strahlende Siegerin Kim Reckhaus (links) und die glückliche zweitplatzierte Jana Lückenotto wurden vom begeisterten Publikum gefeiert.
Bild: Wieneke

 Die Kür der ersten Bierkönigin ging nach einem kurzweiligen 90-minütigen Wettbewerb über die Bühne. Trotz heftiger Regengüsse verfolgten zahlreiche Zuschauer die aufregende Regentensuche, bei der sich die jungen Frauen im feschen Dirndl dem Votum der Jury (Bürgermeisterin Susanne Mittag, Christiane Dolge (Volksbank), Fahrlehrer Hans-Jürgen Borgdorf, Hohenfelde-Braumeister Heiko Krome und Gemeindebrandinspektor Reinhold Meerbecker) und der Besucher stellten. Im ersten Teil unter der Regie von Norbert Börger und Moderatorin Uschi Börger konnten sich die sichtlich nervösen Königinnenanwärterinnen mit kurzen, aber knackigen Argumenten für ihre Bewerbung um den Titel ins rechte Licht rücken.

Annemarie Berghoff (20 Jahre), die während ihres einjährigen Schulbesuchs in den USA 365 Tage auf Hohenfelder Erzeugnisse verzichten musste, machte den Anfang: „Das Bier ist das beste und hat was von Heimat.“ Die ein Jahr ältere Franziska ter Horst wusste, dass „Bier die Menschen verbindet“. Die mit 31 Jahren älteste Kandidatin Kim Reckhaus betonte: „Der Titel der ersten Bierkönigin fehlt mir noch.“ Keck schmunzelnd verriet Jana Lückenotto, „ich möchte einfach gern Bierkönigin werden“, während die gleichaltrige Leonie Belger „mit vielen Menschen feiern“ möchte. In die Riege der Langenbergerinnen gesellte sich Nina Wissing (26 Jahre) aus Lippstadt. „Es gibt bei uns keine Brauerei mit so einem guten Bier. Daher möchte ich ihre hier gern repräsentieren“, begründete sie ihre Teilnahme.

Auf Biertauglichkeit geprüft

Im zweiten Durchgang wurde die „Biertauglichkeit“ der charmanten Dirndlträgerinnen getestet. Bei einer Blindverkostung mussten sie sechs verschiedene Erzeugnisse der heimischen Brauerei Hohenfelde am Geschmack erkennen. Doch erschwert wurde das gleich durch drei harte Maßnahmen: Einige Getränke wurden zweimal gereicht, unter den Proben befanden sich auch bierfremde Erzeugnisse wie Säfte, Wasser oder Milch und zwischen den Tests gab es nichts zur Neutralisation der Geschmacksnerven. Umso erstaunlicher war deshalb die Leistung von Annemarie Berghoff: Nach ihrem Auslandsjahr ohne das heimische kühle Blonde landete sie als einzige Teilnehmerin sechs Treffer.

Hatten die fünf Mitglieder der Jury ihre bis zu jeweils acht möglichen Punkte stets öffentlich abzugeben, so konnten die Zuschauer ihre Lieblingskandidatin nach Abschluss aller Prüfungen anonym mit Stimmzetteln wählen. Ganz still wurde es im weiten Biergartenrund, als Norbert Börger die Namen der beiden Erstplatzierten bekanntgab. Mit 101 Punkten hatte Kim Reckhaus letztlich die Nase vorn, den zweiten Platz belegt mit nur sechs Punkten Rückstand Jana Lückenotto. Jubel und tosender Beifall brandete auf, die Mitbewerberinnen gratulierten der Siegerin und Bürgermeisterin Mittag kürte die erste Bierkönigin mit Diadem und Schärpe, während Braumeister Krome und Volksbank-Mitarbeiterin Dolge der zunächst sprachlosen, dann doch strahlenden Gewinnerin einen 500 Euro-Scheck überreichten. Zudem erhält sie als Bierkönigin in ihrem Amtsjahr insgesamt 365 Liter Hohenfelder Erzeugnisse nach Wahl sowie ein eigens geschneidertes Kleid, das sie bei allen offiziellen Terminen tragen wird.

SOCIAL BOOKMARKS