Langenberger locken den Frühling herbei
Bild: Sudbrock
Adel verpflichtet: Bierkönigin Kim Reckhaus mischte sich unters Volk und bestaunte die fantasievollen Dekoideen der heimischen Floristen.
Bild: Sudbrock

Organisatoren und Standbetreiber gaben jedenfalls ihr Bestes, um den Lenz aus seinen Startlöchern zu locken. Ob es funktioniert hat, werden die kommenden Tage zeigen. Dann stellt sich heraus, ob der langersehnte Frühling endlich Einzug hält im Süden des Kreises Gütersloh.

Einen Vorgeschmack auf die wärmere Jahreshälfte bekamen am Sonntagnachmittag die mehreren tausend Besucher des Langenberger Frühlings. Schade aus Sicht der Veranstalter vom Gewerbeverein, die viel Herzblut und ehrenamtliches Engagement in die Vorbereitungen gesteckt hatten: Auch die jüngste Auflage des Volksfests stand mit Blick aufs Wetter unter keinem guten Stern. Aber das tat der Stimmung und dem Publikumszuspruch erstaunlicherweise keinen Abbruch.

Heimlicher Star des Langenberger Frühlings war der zehn Jahre alte Uhu „Archimedes“, den Falknerstochter Anna-Lena Benking mit in den Dorfkern gebracht hatte. Mutige Sonntagsbummler durften mit dem Vogel, der bei vollausgestreckten Flügeln eine Spannbreite von fast 1,80 Metern erreicht, auf Tuchfühlung gehen. Streicheln war ausdrücklich erlaubt. Nicht auf Kuschelkurs mit den Zuschauern ging hingegen der stolze Strupphuhnhahn „Leopold“ des Langenberger Rassegeflügelzuchtvereinsvorsitzenden Martin Schmidt. Der Weißgefiederte, der nach Auskunft seines Besitzers zu den seltenen Vertretern seiner Art hellen Farbschlags gehört, ließ sich lieber aus gebührendem Abstand bewundern.

Keine Berührungsängste hatte Bierkönigin Kim Reckhaus. Die 31-Jährige stand nicht nur für einen Plausch bei einem Glas Gerstensaft aus der Hohenfelder Privatbrauerei zur Verfügung, sondern auch für Schnappschüsse. Wer wollte, konnte ein Bild von sich und der blaublütigen Repräsentantin des Langenberger „Nationalgetränks“ knipsen lassen.

Zahlreiche Vereine und Organisationen informierten am Sonntag über ihre Arbeit, darunter auch die neu gegründete Interessenvertretung vom Laumoor, die sich für 500 Meter Mindestabstand zu den geplanten Windkraftanlagen einsetzt. Bis zum Abend hatten die Mitglieder 100 Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt.

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