Lebensraum für Laubfrosch und Steinkauz
Bild: Wieneke
Neues Biotop in Selhorst: (v. l.) Josef Ostlangenberg (Jagdbezirk Langenberg III), Werner Twent (Kreissparkasse Wiedenbrück) , Conny Oberwelland (Biologische Station Gütersloh/Bielefeld) und der ehrenamtlich tätige Langenberger Naturschützer und Biologielehrer Manfred Aulbur. 
Bild: Wieneke

Seit 2007 betreibt die Biologische Station dieses Projekt unter dem Motto „Förderung einer artenreichen Kulturlandschaft“ mit Schwerpunkten in Langenberg, Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück. Bei der Förderung der beiden gefährdeten Tierarten stand die Umsetzung gezielter Schutzmaßnahmen im Vordergrund. Dazu wurde in der Gemeinde Langenberg insbesondere dem gefährdeten Laubfrosch kräftig „unter die Schenkel“ gegriffen. Zwei Gewässer wurden für den im Volksmund bekannten „Froschkönig“ optimiert: am Hohenfelder Weg und an der Reckenberger Straße in der Bauerschaft Selhorst.

Der Laubfrosch benötigt kleine Gewässer mit einer guten Wasserqualität, die weder durch Wasserpflanzen noch durch hohen Uferbewuchs zu stark beschattet werden. Die Biologische Station sanierte in den vergangenen Wochen als letzte Maßnahme des Projekts ein östlich der Reckenberger Straße gelegenes Gewässer, das sich im Besitz des Jägers und Naturschützers Ulrich Krampe befindet. Dieses Biotop war vor Jahrzehnten von Jägern ausgehoben worden. Inzwischen war es mit Erlen und Rohrkolben komplett bewachsen, die Ufervegetation war hoch – da mochte kein Frosch mehr seinen Laich ablegen.

Als vordringliche Maßnahme erfolgte zunächst ein Rückschnitt des starken Gehölzes am Südufer. Somit wird das Gewässer durch die Sonneneinstrahlung besonders während der Sommermonate wieder erwärmt und bietet Froschlarven optimale Lebensbedingungen. Weiterhin ließ die Biostation das Gewässer ausbaggern, dabei die Rohrkolben entfernen und die Sohle vertiefen.

„Bereits im kommenden Frühjahr bietet dieses knapp 100 Meter lange Artenschutzgewässer einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren neuen optimalen Lebensraum“, freute sich Projektleiterin Conny Oberwelland. Sie dankte bei einer Ortsbesichtigung für die vielfältige Unterstützung. Sie würdigte insbesondere die beiden Langenberger Stefan Venker-Metarp vom Verein für Landschaftspflege, der das neue Gewässer auch pflegen wird, und den ehrenamtlich tätigen Naturschützer und Biologielehrer Manfred Aulbur. Mit im Boot sitzen auch die Jäger aus dem Langenberger Jagdbezirk III (Ostlangenberg). Die Realisierung der Schutzprojekte war jedoch nur durch die fünfjährige Förderung der Stiftung der Kreissparkasse möglich.

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