Markante Höfe mit Geschichte(n)
Bild: Wieneke
Geschichte bebildert
Bild: Wieneke

 Drei markante Hofanlagen im Westen Bentelers standen im Zentrum einer Erkundungstour der Heimatvereine Benteler und Langenberg. Mehr als 60 Heimatfreunde waren der gemeinsam Einladung der beiden Heimatvereine gefolgt. Jährlich wechselt die Organisation. Während die Benteleraner für die Höfe im Ortsteil Langenberg zuständig sind, wählen die Langenberger die im Ortsteil Benteler aus.

So führte Langenbergs Vorsitzender Leo Meyer zu drei ausgewählten Hofanlagen. Dort wurden die 60 Teilnehmer, die mitFahrrädern unterwegs waren, nicht nur mit wechselvollen Hof- und Familiengeschichten konfrontiert, sondern auch mit einer Vielfalt an wirtschaftlichen Nutzungen. Erste Station war ein Urhof an der Bergstraße 30. Alfons Döinghaus, Sohn Rainer und Ehefrau Sylvia hießen die Gäste willkommen. Das Hauptgebäude wurde im Jahr 1842 von den Eheleuten Heinrich Gerlinghoff und Margaretha Allerbeck vom Langenberger Baumeister Anton Pagenkemper errichtet, wie der Original-Torbogen ausweist. Der Gerlinghoff-Hof war am Landgraben nicht nur ein Grenzhof zu Langenberg, sondern markierte auch die uralte Bistumsgrenze von Münster und Osnabrück und auch zum Bistum Köln.

Besitzerwechsel

Der Hof wechselte mehrfach seine Besitzer, wurde aber stets von Pächtern bewirtschaftet. Die Familie Döinghaus, die zunächst einen Pachthof in Wadersloh unterhielt, hat das Anwesen an der Bergstraße zusätzlich langfristig hinzugenommen. „Wir sind ein klassischer Familienbetrieb“, erklärte Sohn Rainer. In Benteler stehen heute 250 Sauen und 150 Mastschweine, weitere in Wadersloh. Auf 38 Hektar Fläche wird „klassisch westfälisch“ gearbeitet: Weizen, Gerste und Mais stellen die Futtergrundlage für das Vieh sicher. Durch Zupacht stehen der Familie insgesamt 90 Hektar zur Verfügung.

SOCIAL BOOKMARKS