Marode Graftstraße bleibt weiter Thema
Bild: Nienaber
Die Verwaltung befürchtet, dass eine mögliche Neuregelung der Vorfahrtsregelung am Knotenpunkt Graftstraße/Vornholzstraße zulasten der Verkehrssicherheit gehen könnte. Auch der marode Zustand der L 586 beschäftigt die Langenberger seit Jahren, weshalb die CDU darauf beharrt, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren.  
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Die Gemeinde will davon aber nichts wissen. Wie eine Zählung durch die Abteilung Straßenverkehr des Kreises Gütersloh im Bereich der abknickenden Vorfahrt jüngst ergeben hat, sind die Rollen von Haupt- und Nebenstrecke vertauscht. Aus Richtung B 55 kommend setzen demnach nur ein Drittel der Verkehrsteilnehmer den Blinker und verbleiben auf der Graftstraße.

Verwaltung befürchtet  negative Auswirkungen

Der überwiegende Teil der Autofahrer fährt geradeaus auf der untergeordneten Vornholzstraße. Vor dem Hintergrund der Aspekte „Sicherheit“ und „Flüssigkeit des Verkehrs“ regt der Kreis an, die Vorfahrtsregelung zu ändern. Angeschrieben worden sind Straßen NRW als Trägervertreter der Landstraße, die Polizei und die Gemeinde Langenberg. Die beiden Letztgenannten lehnen das Vorhaben ab – es sei nicht auszuschließen, dass sich negative Auswirkungen für die Verkehrssicherheit ergeben, weil Autofahrer die Veränderung der Vorfahrtsregelung nicht beachten.

Die Verwaltung befürchtet zudem, dass eine mögliche Neuregelung das Geschwindigkeitsniveau auf der Vornholzstraße erhöhen könnte. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses folgten die Mitglieder des Gremiums mehrheitlich dem Vorschlag von Fachbereichsleiter Dirk Vogt, es bei der bestehenden Vorfahrtsregelung zu belassen. Allerdings beharrte vor allem die CDU darauf, die Graftstraße nicht aus den Augen zu verlieren. Diese sei noch immer in einem desolaten Zustand.

Radweg fehlt auch

Zudem fehle ein Radweg. Von daher sei die Diskussion über die Vorfahrtsregelung nur ein Teil eines umfassenden Themenkomplexes. Der marode Zustand der L 586 beschäftigt die Langenberger seit Jahren. 2014 hatte sich der Rat mit einer Resolution an Straßen NRW gewandt, um eine Besserung zu erwirken. Geantwortet wurde, dass Ausbau und Zustand der Straße ausreichten.

Argumentiert wurde mit geringer Verkehrsbelastung und einer Unfallstatistik, die unauffällig sei. 2017 war eine Bürgeranfrage auf Ausbau beim übergeordneten Verkehrsministerium gestellt worden. Im vergangenen Jahr hatte das Land vorgeschlagen, dass die Strecke künftig als Gemeindestraße klassifiziert wird und Düsseldorf die finanziellen Mittel in Höhe des festgestellten Erhaltungsrückstands auszahlt.

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