Melodienreigen unterm Blätterdach
Bild: Wieneke
80 Musiker der Langenberger Blaskapelle und des Spielmannszugs Langenberg haben am Samstag im Eichenwäldchen der ehemaligen Brauerei Dittmann ihr erstes Gemeinschaftskonzert gegeben. Mehr als 500 Besucher genossen die vielfältige Veranstaltung.
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Mehr als 500 Besucher genossen die stimmungsvolle Veranstaltung. Lautstark stimmte ein Chor von Singdrosseln bis zu später Stunde insbesondere in das Spiel der Flötisten beider Formationen ein. Mit musikalischem Fachwissen und einer gehörigen Portion Schalk im Nacken leitete Detlef Meier durch das zunächst einstündige Konzertprogramm. Beide Gruppen – die Blaskapelle unter Stabführung von Ute Großekathöfer und der Spielmannszug mit Tambourmajor Stefan Hagemann an der Spitze – setzten mit dem Marsch „Westfalen-Gruß“ den anspruchsvollen musikalischen Reigen mit bekannten und beliebten Melodien aus der Heimat fort. Gemeinsam intonierten sie auch Werke aus der weiten Welt wie die Märsche „Saluto-Lugano“ und „San Lorenzo“ sowie das die verzaubernde Natur Schottlands beschreibende „Highland Cathedral“.

Vögel stimmen in Spiel ein

Die Bandbreite des Könnens und die Profession beider Gruppen leuchteten in eigenen Beiträgen auf. Der Spielmannszug überzeugte mit dem „Badonviller-Marsch“, dem imposanten Spiel der Flöten beim „Prinz-Eitel-Friedrich-Marsch“ und dem 1993 von Michael Jackson komponierten Hit „Beat It“. Die Blasmusiker verwöhnten ihre Zuhörer mit der bekannten „Post im Walde“ mit einem feinen Trompetensolo des jungen Rene Moerchel. Mit zwei Esslöffeln setzte Franz Löppenberg rhythmische und zugleich heitere Akzente bei der durch Ernst Mosch und seinen Egerländern weltbekannt gemachten „Löffel-Polka“.

Als weitere Solisten hatten die Blasmusiker beim zackigen „Florentiner-Marsch“ die Singdrosseln als perfekte Partner. Die lockere Unterhaltungsmusik im zweiten Teil eröffnete das „Drumcorps Red Icefield“ – sechs Trommler des Langenberger Spielmannszugs – mit einer spektakulären Musikshow: Rhythmisch stark und akrobatisch perfekt beherrschten sie ihr Instrument und ließen dabei wie von Geisterhand geleitet jeweils einen ihrer Sticks von Mann zu Mann wandern oder über alle hinweg vom ersten bis zum sechsten Mitspieler fliegen.

Grüne Konzertarena

Das Eichenwäldchen der ehemaligen Brauerei Dittmann, am Zufahrtsweg zur Eiswiese und dem Eiskeller der Bierbrauer am Forthbach in Selhorst gelegen, ist seit Jahren im Besitz der St.-Lambertus-Schützenbruderschaft. Anstelle des wuchtigen Eiskellers, in dem einstmals im Winter die von der überfluteten Wiese gewonnenen Natureisblöcke gelagert wurden, wurde das Schießsportheim der Langenberger Grünröcke errichtet. Viele Jahre zuvor hatte die Besitzerfamilie Dittmann bereits dem Spielmannszug der Lambertusschützen ihren ehemaligen Tennisplatz auf einer Lichtung des Wäldchens überlassen. Dort entstand neben einem Clubhaus auch ein befestigter Platz für das Übungsmarschieren.

Bei der Veranstaltung am Samstag diente das idyllische Fleckchen Land als grüne Konzertarena, gegen Regen gesichert durch einen Lastenfallschirm. Die Jungschützen servierten kühle Getränke und Wolfgang Risse mit Personal Gegrilltes. Der Langenberger Löschzug und das DRK zeichneten für die Sicherheit der Besucher verantwortlich. Die Rassegeflügelzüchter übernahmen die Nachtwache.

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