Minimale Bauverzögerung ist vertretbar
Bild: Ebert
Zwischen Erweiterungsbau und vorhandenem Schulgebäude: Karl-Heinz Rickmann, Georg Schneeberger, Reinhard Mense und Peter Hämel. Planer und Verwaltungsmitarbeiter sind zuversichtlich, dass nach den Herbstferien das Projekt bezugsfertig sein wird.
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Dennoch wurmt es Peter Hämel ein wenig, nicht punktgenau zu Schuljahrbeginn den Schlüssel der Schulleitung übergeben zu können. Der Architekt kann die Verzögerung aber erklären: „Unter den Fundamenten des abgerissenen Altbaus befanden sich Klärgruben, die niemand auf der Rechnung hatte.“ Darüber hinaus seinen manche Handwerker mit Aufträgen ausgelastet und diese stießen an ihre Kapazitätsgrenze, ergänzt Georg Schneeberger, neben Hämel, Hans-Georg Löppenberg ein Drittel der Planungsgemeinschaft.

Lob gilt dem Kollegium

Auf dem Außengelände und in dem Gebäude herrscht zurzeit emsige Geschäftigkeit. Die Außenisolierung wird angebracht, Installateure, Elektriker und Trockenbauer geben sich die Klinke in die Hand. Schneeberger macht das nicht nervös: „Das kommt alles voreinander.“ Genauso sieht es Karl-Heinz Rickmann. Der Hauptamtsleiter ist aber froh, dass die Zeit der Improvisation bald ein Ende hat. Im gleichem Atemzug spricht er dem Kollegium der Brinkmannschule ein dickes Lob aus. „Die Damen und Herren haben viel Geduld bewiesen und sind bisweilen eng zusammengerückt“, sagt der Mann, der im Rathaus die Schulangelegenheiten verantwortet. Hämel und Schneeberger erwähnen in diesem Zusammenhang die evangelische Kirche, die Räume in der Friedenskirche zur Schulbetreuung seit Februar anbietet.

Zehn integrative Schüler

Dieses Arrangement hätten Überlegungen, während der Bauphase Pavillons aufzustellen, überflüssig gemacht, sagt Reinhard Mense vom Bauamt mit Blick auf die Kosten. Der Abriss den 97 Jahren alten Schulbaus und die Neukonzeption des Neubaus ging einher mit der Konzeption aus dem Frühjahr 2010, integrative Klassen an der Brinkmannschule bilden zu wollen. „Schule von acht bis eins“ und die „offene Ganztagsschule“ machten die Erschließung zusätzlicher Räume unumgänglich. In Integration wird an der Brinkmannschule seit dem Schuljahr 2010/2011 praktiziert. Ab dem kommenden Schuljahr nutzen zehn der insgesamt 250 Schüler dieses Angebot.

Hintergrund

Erweiterung Brinkmannschule: Der Rat der Gemeinde hat im September 2010 den Erweiterungsbau der Brinkmannschule auf den Weg gebracht. Dieses Votum ging einher mit dem Abriss der 1914 erbauten Langenberger Dorfschule. Der umbaute Raum des Neubaus wird mit 3125 Kubikmetern angegeben. Die bebaute Fläche beträgt 468 , die eigentliche Nutzfläche 634 Quadratmeter. In dem Trakt sind untergebracht: Klassenräume, Differenzierungsräume, Lehrmittel- und Ruheraum, Wickelraum, WC und Möglichkeiten, Putzmittel abzustellen. Flure mit Notausgängen und Treppenhaus sind in der Quadratmeterzahl enthalten. Die Gesamtkosten wurden mit 1,2 Million Euro festgeschrieben. Darin enthalten sind die Gestaltung der Außenanlagen und die Anschaffung von zusätzlichem Mobiliar. Letzte Position wird mit 23 000 Euro ausgewiesen. Die Verantwortlichen werden vorhandene Möbelstücke weiter nutzen. Im kommenden Schuljahr werden 240 Mädchen und Jungen in der Brinkmannschule unterrichtet, zehn Kinder besuchen den intergrativen Unterricht der Klassen eins und zwei.

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