Mit „Dorfforschern“ durchs Schulgebäude
Bild: Nienaber
Bei ihrer Rallye durch das Schulgebäude bekamen die angehenden Schulkinder Benno und Jan (vorn v. l.) Unterstützung von Grundschülern aus Langenberg und Benteler.  
Bild: Nienaber

Ab und an muss er die Jungen und Mädchen korrigieren. Ansonsten ist es aber eine ganz normale Vorlesestunde. Der sogenannte „Geflügelte Bleistift“ hat sich zu einem festen Bestandteil der Übertagbetreuung entwickelt. Schucht ist diesmal ausnahmsweise nicht der einzige, der in der Brinkmannschule seine sprichwörtlichen Zelte aufgeschlagen hat. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hatte im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Echtes Engagement, echte Vielfalt, echt Awo“ in die Langenberger Grundschule eingeladen. Adressaten waren hauptamtliche Mitarbeiter sowie Ehrenamtler aus den eigenen Reihen. Ein bisschen „Werbetrommelrühren für soziales Engagement“, eine Prise „Vernetzen“, ein Schuss „Informationsaustausch“, das alles sei Sinn und Zweck der Aktion in der Grundschule, erläutert Awo-Fachkoordinatorin Susanne Brückner-Wentzlaff.

Hauptamtliche und Ehrenamtler arbeiteten meist getrennt voneinander, da käme ein Zusammenwirken wie im Rahmen der Aktionswoche gerade recht. „Jeder arbeitet anders. Jeder weiß etwas, was der andere nicht weiß. Von einem Austausch oder auch von einem Abgucken profitieren alle Seiten“, sagt Susanne Brückner-Wentzlaff. Mit an Bord bei der Vernetzungsaktion sind daher hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Schulsozialarbeit, der OGS sowie des Awo-Familienzentrums. Letztere sind zudem nicht allein gekommen. Die Erzieherinnen der jüngst in die neuen Räume auf Haselkamps Wiese eingezogenen Kindertageseinrichtung haben ihre „Dorfforscher“ mitgebracht. Dies sind die Jungen und Mädchen, die nach den Ferien eingeschult werden. An der Seite der vielen Helfer stand diesmal – für die meisten zum ersten Mal – das Abenteuer „Schule“ auf dem Programm. In den Klassenräumen, auf dem Hof sowie im OGS-Keller galt es, die künftige Lernheimat kennenzulernen. Rate- und Erinnerungsspiele, eine Rallye durch das Gebäude sowie jede Menge Informatives und Hintergründiges rundeten den Nachmittag für die Jüngsten ab.

Der Nachmittag im Rahmen der Awo-Aktionswoche soll nicht nur für die Mitarbeiter nachhaltig wirken. Bei vielen Aktionen, etwa bei der Rallye durchs Gebäude, wurden die „Dorfforscher“ des Kindergartens von Paten des Grundschulverbunds begleitet. Je einem Kiga-Kind wurde je ein Grundschüler aus Langenberg sowie aus Benteler zugeordnet. So konnten sich auch die Jüngsten an diesem Tag schon etwas bei den „Großen“ abgucken. Begeistert von der Tatsache, dass sich ihre kleinen „Abenteurer“ an der Seite der Fünft-, Sechst- und Siebtklässler behütet fühlten und auch den Grundschülern die Freude am Projekt in den Gesichtern stand, war sich Sara Jakob, Leiterin des Awo-Familienzentrums, sicher, dass dieses Patenschaftsprojekt auch außerhalb einer Aktionswoche eine Fortsetzung finden müsse. Schließlich sei auch das eine Form der Vernetzung, von der mehrere Seiten profitieren.

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