Mit Flötenspiel gegen bösen Drachen
Bild: Wieneke
Die Freundinnen vertrauen Franja (im Rollstuhl) und wollen das Flötenspiel erlernen, durch das der aufwachende Drache (im Hintergrund) in einen Tiefschlaf versetzt werden kann.
Bild: Wieneke

 Eingehende Melodien und mitreißende Rhythmen, kindgerechte Texte und Spannung pur, aber auch Momente der Angst und der Verzweifelung – das alles bot das 28. Kindermusical der Eheleute Frerich. Die Zuschauer zeigten sich begeistert von den Leistungen der 90 Mädchen und Jungen der beiden Grundschulen aus Langenberg und Benteler. Die Nachwuchstalente überzeugten als Schauspieler ebenso wie als Solo- und Chorsänger. Die Besucher des Musicals, darunter Eltern, Geschwister und Freunde der jungen Akteure, erlebten zunächst ein fernes wunderschönes Land. Die Menschen genießen dort ihr Leben im Einklang mit der Natur. Sie arbeiten nur so viel, wie sie für ihren Lebensunterhalt benötigen. „Ich genieße jede Minute“, singt die kleine Franja glücklich. „Das ist das Paradies für Mensch und Tier, wir haben keine Angst, es zu verlieren“, lassen darauf alle Dorfbewohner wissen.

Paradies in Gefahr

Dann versetzen ein Rumpeln und mächtiges Gepolter die Menschen in eine Schockstarre: Aus dem Nebel taucht ein Drache auf. Das Ungeheuer treibt sein Unwesen und versetzt das Dorf in Aufruhr – das Paradies scheint verloren. Nachdem sich der Drachen wieder in seine Höhle zurückgezogen hat, finden die Bewohner die kleine Franja bewusstlos auf – sie kann nicht mehr laufen. Ebenso klangvoll wie tiefgreifend geht das Musical in die nächste Runde. „Wir müssen etwas tun, wir dürfen nicht aufgeben“, beschließen einige mutige Dorfbewohner. Da sind drei Jäger, die das Dorf retten wollen. Und auch Franjas Freundinnen wollen sich nicht einfach so geschlagen geben. Rat suchen tapfere Bürgerinnen bei einer weisen Frau. Sie empfiehlt, die Zähne des Drachen zu zerstören. So werden dem Untier Melonen mit Eisenkugeln im Inneren vor die Höhle gelegt. Gierig frisst es alle – und verliert seine Zähne. Doch der Jubel verstummt schnell, wachsen doch für jeden Zahn in Windeseile zwei neue. Die Dorfbewohner sind am Ende: „Statt ruhiger Nacht nun doppelte Not, statt Frieden und Glück nur Gift und Tod“, besingen die Akteure ihr Leid.

Glückliches Ende

Ihr glückliches Ende findet die Geschichte in der Musik: „Ich war am See, habe auf meiner Flöte gespielt und nun schläft der Drache“, berichtet die kleine Franja ihren Eltern. Da die der eigenen Tochter nicht glauben, ruft Franja ihre Freundinnen zusammen. Sie erzählt von dem schlafenden Drachen und versichert, dass auch ihre Freundinnen den aufwachenden Drachen durch das Spiel auf der Flöte erneut in den Schlaf versetzen können. Im ganzen Land werden nun Flöten hergestellt, und alle Menschen lernen, diese zu spielen. Sie haben ihre lähmende Angst verloren, feiern ein Fest und singen: „Er ist nicht tot, doch er schläft tief und fest – wir haben den Drachen besiegt.“ Als „rundum gelungen“ beschrieben einige der Besucher die Darbietung der kleinen Gesangstalente. Die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Schulchor der Schmeddinger unter Leitung von Grundschullehrerin Regine Berief erwies sich dabei als gelungene Bereicherung, denn die Aufführungen fanden auf einer großen Bühne in der Turnhalle der Brinkmannschule statt – und da war nicht nur Gesangstalent, sondern auch Lautstärke gefragt.

SOCIAL BOOKMARKS