Mit Lettland-Fahrt Horizonte erweitern
Bild: Stammschöer
Mit Jan Philipp Fredebeul können im August acht Jugendliche aus Langenberg nach Lettland reisen. Die Fahrt soll jedoch mehr als nur eine Jugendfreizeit sein. Der Jugendbeirat möchte einen Beitrag dazu leisten, europäische Verbindungen zu stärken.  
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Koceni, das im ehemaligen Kreis Valmiera liegt, mit dem der Kreis Gütersloh seit 1994 eine Partnerschaft pflegt, wird dabei der Ausgangspunkt für verschiedene Unternehmungen sein. Die Fahrt soll jedoch mehr als nur eine Jugendfreizeit sein. Der Beirat möchte vielmehr einen Beitrag dazu leisten, die europäischen Verbindungen der Langenberger Jugend zu stärken. Dazu Jan Philipp Fredebeul: „Gerade in Zeiten, in denen Themen wie Heimat, Identität und Zukunft politisch eine wichtige Rolle einnehmen, wollen wir den Jugendlichen aus der Gemeinde die Möglichkeit geben, neue Ideen und Perspektiven kennenzulernen.“

Dafür wird bei den geplanten Aktivitäten ein klarer Fokus auf politische Inhalte gesetzt. In Diskussionsrunden sollen sich die Teilnehmer gemeinsam mit lettischen Jugendlichen mit aktuellen Fragen der europäischen Politik auseinandersetzen. Mithilfe von Plan- und Rollenspielen möchten die Veranstalter die politischen Abläufe in den Europäischen Institutionen spielerisch vermitteln. Darüber hinaus ist eine Exkursion zum Parlament in der lettischen Hauptstadt Riga geplant. Zur Abwechslung wird es zusätzlich zahlreiche Freizeitaktivitäten geben. Da der Kontakt mit den Letten und sämtliche Aktionen auf Englisch stattfinden, sollten sich Interessierte auf Englisch verständigen können. Laut Veranstalter reicht jedoch ein gutes Schulenglisch aus, um sich vor Ort problemlos zu verständigen.

Warten auf Förderzusage

Damit die Teilnehmer finanziell entlastet werden, hat sich der Jugendbeirat bei der Europäischen Union um eine „Erasmus+“-Förderung beworben. Die Zu- oder Absagen zu dem Programm werden allerdings erst im August bekannt gegeben, weshalb die anfallenden Kosten für die Teilnehmer noch nicht endgültig feststehen. Im Fall einer Zusage von Erasmus würde jeder Teilnehmer rund 150 Euro Unterstützung erhalten. Der Eigenanteil würde noch einmal im gleichen Bereich liegen. Für den Fall, dass die Förderung nicht bewilligt wird, findet die Fahrt trotzdem statt, jedoch müssten die Teilnehmer alleine für die Kosten aufkommen. „Wir sind aber zuversichtlich, dass die Förderung bewilligt wird und wir grünes Licht bekommen“, sagt Beiratsvorsitzender Jan Philipp Fredebeul.

Die „Erasmus+“-Mittel stehen nur für das laufende Jahr zur Verfügung, weshalb der Beirat plant, die Reise noch in den Sommerferien vom 17. bis 23. August durchzuführen. Deshalb sollten sich alle interessierten Jugendlichen ab 16 Jahren aus Langenberg und Benteler bereits jetzt bewerben. Potenzielle Lettlandreisende sollten eine kurze schriftliche Vorstellung ihrer Person abgeben und ihre Motivation zur Teilnahme darlegen. Aus allen Kandidaten werden letztlich acht Jugendliche ausgewählt, die zusammen mit Jan Philipp Fredebeul und der stellvertretenden Vorsitzenden des Jugendbeirats, Marie-Jana Güth, die Fahrt antreten werden. Bewerbungen sind möglich unter jugendbeirat.langeberg@gt-net.de

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