Mit wachsamen Augen Schwimmer im Blick
Bild: Hövelmann
Vom Beckenrand aus behält Marcel von Zons die Schwimmgäste im Freibad Rheda im Blick. Ebenso wie elf weitere Mitglieder der Ortsgruppe Langenberg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist der 29-Jährige dort regelmäßig als Wasseraufsicht im Einsatz. Seit 2013 gibt es die Kooperation bereits.
Bild: Hövelmann

Um dabei den Überblick zu behalten, ist er im Einsatz. Schon von Weitem ist sein rot-gelbes T-Shirt auszumachen. Darauf zu lesen ist der Aufdruck der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Langenberg. An warmen Tagen unterstützt der 29-Jährige als einer von zwölf DLRG-Mitgliedern das Freibad-Personal bei der Wasseraufsicht. „Wir sind immer dann vor Ort, wenn mehr als 2000 Besucher erwartet werden“, betont er. Und das sei in den vergangenen Monaten sehr regelmäßig der Fall gewesen. Für die Schwimmmeister bedeutet das eine große Hilfe, wie Elke Seifert verdeutlicht: „Sechs Augen sehen eben mehr als vier.“

Eltern kommen Aufsichtspflicht nicht nach

Vor allem Kinder müsse man genau im Blick behalten. „Es gibt immer wieder Eltern, die meinen, ihrer Aufsichtspflicht hier nicht nachkommen zu müssen – weil wir da sind“, erklärt von Zons. „Aber dem ist eben nicht so.“ Viel gegen diese Einstellung ausrichten könne er allerdings nicht. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, sagt er. Mache der Nachwuchs zum Beispiel einen besonders unsicheren Eindruck im Wasser, würde er ihm deshalb raten, ins Nichtschwimmer-Becken zu wechseln.

Dabei habe es in der Vergangenheit immer mal wieder Kommunikationsprobleme mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien gegeben. „Sie waren sich der Regeln des Freibads nicht bewusst – und haben uns einfach noch nicht verstanden“, sagt er. Dann habe man sich mit Händen und Füßen verständigen müssen. „Das hat sich aber mittlerweile wieder gelegt.“

Bei Wehwehchen helfen Pflaster und Kühlakkus

Einen richtigen Notfall hat Marcel von Zons noch nicht erlebt. „Zum Glück“, stellt der Technische Leiter Einsatz bei der DLRG heraus. Bisher seien es stets kleinere Wehwehchen gewesen, bei denen er aushelfen musste – ein Splitter im Fuß, eine Schürfwunde am Arm oder ein Wespenstich. „In diesen Fällen helfen oftmals Pflaster, ein Verband oder Kühlakkus“, sagt er.

Für den Ernstfall gerüstet sind der 29-Jährige und seine Kollegen dennoch. In regelmäßigen Schulungen trainieren sie zum Beispiel die Herz-Lungen-Wiederbelebung. „Außerdem bin ich Erste-Hilfe-Ausbilder“, betont der Langenberger. Andere seiner Kollegen besäßen zum Beispiel eine Ausbildungslizenz der DLRG.

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