Nach der Schule ist lange nicht Schluss
Bild: Nienaber
Haben gemeinsam das Optimum erreicht: Christian Waniek, Schulleiter Martin Wachter, Übergangscoach Erika Veith-Walter und Ausbilder Jürgen Descher.
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 Ganz im Gegenteil. Für Erika Veith-Walter fängt damit ein weiteres Kapitel der Arbeit an der Konrad-Adenauer-Schule (KAS)  an, die den Heranwachsenden den Einstieg in die Berufswelt erleichtern soll. Ein Schüler, auf den der Übergangscoach weiter ein Auge wirft, ist Christian Waniek. Der 16-Jährige hat im vergangenen Jahr seinen Förderschulabschluss an der KAS gemacht. Er war einer von insgesamt sechs Jungen und Mädchen, der zu der ersten so genannten GU-Klasse an der Langenberger Verbundschule gehörte.

Geförderte Ausbildung

Einen Hauptschulabschluss, wie ihn die 34 Abgänger des Jahrgangs 2011/2012 entgegengenommen haben, hat Waniek zwar nicht bekommen. Als integrativ Unterrichteter stand dies aber ohnehin außer Reichweite. „Christian hatte seine zehn Pflichtschuljahre erfüllt und war schulmüde. Er wollte viel lieber etwas Handwerkliches machen, als noch länger die Schulbank zu drücken“, erläutert Erika Veith-Walter. Weil es für sie wichtig ist, auch Schülern mit einem Handicap im Lernen auf ihrem Weg in die Berufswelt unterstützend zur Seite zu stehen, hat sie sich mit dem 16-Jährigen näher auseinandergesetzt. „Ich habe Christian näher kennengelernt und wir sind gemeinsam in die Beratung gegangen, was denn wohl für die Zukunft das Richtige sein könnte“, beschreibt die Übergangscoachin ihre Herangehensweise. In Abstimmung mit der Agentur für Arbeit, die für Förderschüler spezifische Reha-Ausbildungen vermittelt, hat Erika Veith-Walter Christian Waniek auf die Möglichkeit einer geförderten Ausbildung beim Kolping-Bildungswerk in Spexard aufmerksam gemacht. Dort werden zurzeit 28 Schüler mit Lernhandicap in zwei Berufszweigen ausgebildet.

„Auf Anhieb begeistert“

Nach einem intensiven Probearbeiten als Holzbearbeiter hat der ehemalige KAS-Schüler nicht lange gefackelt. „Ich habe sofort gemerkt, dass dies etwas für mich ist. Es hat mir sofort Spaß gemacht“, sagt Christian Waniek. Auch Ausbilder Jürgen Descher war von den handwerklichen Fähigkeiten und der Einstellung des 16-Jährigen auf Anhieb begeistert. Dem „grünen Licht“ für die drei Jahre dauernde Reha-Ausbildung beim Kolping-Bildungswerk im Gütersloher Ortsteil stand somit nichts mehr im Wege. „Damit ist das Optimum für Christian erreicht“, betont Übergangscoach Erika Veith-Walter stolz.

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