Neue Mensa ist ein Ort der Begegnung
Bild: Nienaber
Hingucker: Der helle und lichtdurchflutete Pavillon-Bau ist zwar schon seit einigen Tagen in Betrieb. Feierlich eingeweiht wurde er aber erst am Mittwoch. Gegessen wird in der neuen Mensa in zwei Durchgängen. Das Bild zeigt den Bau von hinten mit der Terrasse.
Bild: Nienaber

Die Schlüsselübergabe geriet knusprig: Auf einem Tablett wurde ein Backwerk in Form eines überdimensionalen Türöffners herumgereicht – zum Reinbeißen. Berna Masjosthusmann, seit sieben Jahren Grundschulleiterin, Bürgermeisterin Susanne Mittag, die Diplom-Pädagogin und Awo-Schulsozialarbeiterin Katrin Muster sowie die Diplom-Ingenieurin Birgit Melisch, Gütersloh, Architektin des Anbaus, freuten sich sichtlich gemeinsam über die nun eröffneten neuen Räumlichkeiten.

Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro

Es sei „die richtige Entscheidung“ der politisch Verantwortlichen gewesen, betonte die Bürgermeisterin und wies auf Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro hin: „Dieses so eingeplante Budget werden wir auch einhalten!“ Die im März 2018 begonnene Baumaßnahme, die auch eine Treppenhausrenovierung beinhaltet, sei eine „große Begegnungsstätte“ geworden, betonte die Bürgermeisterin in ihrer Ansprache.

Sie dankte in das Bauprojekt involvierten 21 Handwerksbetrieben sowie dem Hausmeister, der in der Zeit, als die Grundschule eine Großbaustelle gewesen sei, „immer da war und mitgedacht hat“, aber auch Eltern, Lehrern und Kindern, deren „Verständnis gefordert“ worden sei. Zwei Vertreter der Geistlichkeit verbanden ihre Segenswünsche für die Einrichtung mit dem Hinweis, dass die neue Mensa, namentlich aus dem Latein ein abgeleiteter Begriff für „Tisch“, zu einem „Symbol des Miteinanders, auch von Religionen und Kulturen“, erhoben und wachsen werde.

Mahlzeiten werden gekocht angeliefert

84 Jungen und Mädchen, die in Langenberg die Offene Ganztagsschule (OGS) besuchen, werden ab sofort täglich um 12.30 Uhr und um 13.20 Uhr zu Tisch gebeten, also in zwei Durchgängen. Das Essen wird gekocht angeliefert. In Benteler steht ein Klassenzimmer ebenfalls kleinen Essern, nämlich etwa 30 OGS-Kindern, zur Verfügung. Damit ist an zwei Standorten des multikulturell ausgerichteten Grundschulverbunds nunmehr dafür gesorgt, dass hungrige Mägen regelmäßig gefüllt werden. Konkret heißt dies auch, dass außer Schweinefleisch wahlweise ebenfalls Geflügel angeboten wird – mit Rücksicht auf muslimische Schulbesucher.

Machbarkeitsstudie zeigte Optionen

Im Vorfeld des Mensa-Neubaus hatte die Gemeinde im Herbst 2016 eine Machbarkeitsstudie ähnlich einem Architektenwettbewerb durchgeführt. Drei Büros hatten sich daran beteiligt. Den Zuschlag bekamen die Gütersloher Architekten um Birgit Melisch im April 2017. Sie hatten ihr Konzept am konkretesten auf die alltäglichen Bedürfnisse der OGS zugeschnitten.

Platz für 56 Mädchen und Jungen

Merkmale des Pavillon-Baus sind eine Mensa mit 56 Plätzen und vorgelagerter Terrasse zum Garten hin, eine kleine Schulhalle, die als Garderobe genutzt werden kann, sowie kleine Multifunktionsräume. Insbesondere aufgrund unumgänglicher Maßnahmen im Zuge eines notwendig gewordenen neuen Brandschutzkonzepts, einer bedarfsgerechten Mehrausstattung der Mensa, der Entsorgung teerhaltigen Asphaltmülls sowie der Erstellung einer Baustraße seien die Kosten auf 1,45 Millionen Euro angestiegen. Hinzu kommen rund 130 000 Euro für die Instandsetzung des bestehenden Toilettenhäuschens. Ursprünglich war man von insgesamt 900.000 Euro ausgegangen.

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