Neue Regeln für die Gartenbewässerung
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Die zuletzt sehr warmen und trockenen Sommer haben laut Bericht der Verwaltung zu einer steigenden Flut von Vorsprachen und Anträgen bezüglich der Anerkennung von Gartenwasser geführt. Die geänderte Satzung soll Klarheit darüber schaffen, welche Art von Wasserzählern akzeptabel ist und wie deren Anbringung manipulationssicher zu erfolgen hat.  
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Sogenannte Schwundmengen für die Gartenbewässerung können seit einem entsprechenden Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster bei der Berechnung der Schmutzwassergebühr von der Gesamtmenge abgezogen werden. Auch im Langenberger Rathaus wird so verfahren.

„Sind mit der Bearbeitung der Fälle gar nicht mehr nachgekommen“

Die zuletzt sehr warmen und trockenen Sommer haben laut Bericht der Verwaltung zu einer steigenden Flut von Vorsprachen und Anträgen bezüglich der Anerkennung von Gartenwasser geführt. „An manchen Tagen sind wir mit der Bearbeitung der Fälle gar nicht mehr nachgekommen“, erläutert Fachbereichsleiter Dirk Vogt. Zudem habe das Urteil des OVG dazu geführt, dass die nur schwer zu kontrollierende Beurteilung, was Schwundmengen sind und was nicht, in der Praxis manchmal seltsame Blüten treibt.

Bis zu 20 Kubikmeter des kühlen Nass’ wollte manch Gartenbesitzer bei der Schmutzwassergebühr geltend machen. Um derartigem Gebaren einen Riegel vorzuschieben, hat die Gemeinde die zugrundeliegende Satzung nun geändert. In der aktuellen Fassung war diese zu allgemein gehalten oder sie sah keine Regelung vor. Ziel ist es, Klarheit darüber zu schaffen, welche Art von Wasserzählern akzeptabel ist und wie deren Anbringung manipulationssicher zu erfolgen hat.

Grundgebühr kommt

Um die zusätzlichen Verwaltungskosten, welche durch die Antragsteller verursacht werden, nicht der Allgemeinheit aufzubürden, wird künftig eine jährliche Grundgebühr erhoben, möchten Grundbesitzer Wasserschwundmengen geltend machen. Deren Höhe steht noch nicht fest, dürfte aber bei rund 20 bis 25 Euro liegen. Es ist vorgesehen, über einen Merkzettel auf die Änderungen bei der Schmutzwassergebührenberechnung hinzuweisen.

Die Verwaltung hatte zudem vorgeschlagen, von Bürgern eine Installateursbescheinigung einzufordern, wenn sie separate Wasserzähler für die Gartenbewässerung nutzen wollen. Dieses wurde aber von der Politik als „unverhältnismäßig“ und „überzogen“ kritisiert, so dass ein entsprechender Passus im Entwurf der zu ändernden Satzung wieder gestrichen wurde.

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