Nicht alle Kinder unter einem Dach
Bild: Walkusch
Fühlen sich sichtlich wohl in den neuen Räumen: Die Kinder (v. l.) Maia, Marc, Ben und Viktor zeigten den Erwachsenen bei der offiziellen Einweihung der Außenstelle der Awo-Kita „Am Fortbach“, wie gut sie sich eingelebt haben. Das beeindruckte auch (hinten, v. l.) Peter Schaumburg (Fachbereichsleiter Bürgerservice und Interne Dienste), Bürgermeisterin Susanne Mittag, Investorin Nadine Petersen (Großevollmer-Bau), Architektin Melanie Strotmann, Einrichtungsleiterin Sara Jakob, Sabine Schubert (Awo OWL), Marianne Tröster (Kreisjugendamt) und Gruppenleiterin Maren Tigges
Bild: Walkusch

Zehn Kinder unter drei Jahren werden in dem Gebäude betreut. Sie sind Ende des Jahres aus den Räumen der Haupt-Kita direkt nebenan umgezogen, da dort durch die Einrichtung einer neuen Gruppe zu wenig Platz war. Bei der offiziellen Eröffnung der Außenstelle führte Gruppenleiterin Maren Tigges Vertreter von Verwaltung, Kreis, Bauunternehmen und Awo durch die Räumlichkeiten.

Motto auf der Eingangstür

Besonders stolz sei man auf die Eingangstür, sagte Maren Tigges. Darauf ist der Schriftzug „Kinder sind unsere Zukunft“ vermerkt. „Das nehmen wir uns natürlich zu Herzen“, sagte sie. Für die ganz Kleinen – das jüngste Kind derzeit ist anderthalb Jahre alt – stehen Stockbetten bereit. „Mit den Gittern sehen sie etwas seltsam aus. Aber die Jungen und Mädchen lieben sie heiß und innig“, berichtete Einrichtungsleiterin Sara Jakob. Mit Magneten werden die Schnullerdosen an einer Leiste befestigt. „Die Kleinen erkennen schon, welche ihre Dose ist“, freute sich Sara Jakob über die Lernerfolge.

Der Gruppenraum, der einen Durchbruch zur Küche hat, ist lichtdurchflutet mit einer Fensterfront zum Außengelände. Dort gibt es Bereiche zum Spielen, zum Lesen und für Rollenspiele. Auf Tische und Stühle hat die Awo bewusst verzichtet. „Wir wollten das Zimmer nicht überfrachten“, sagte die Gruppenleiterin. Das Essen bekommen die Jüngsten aus dem Haupthaus, wo jeden Tag frisch gekocht wird.

Rollrasen für das Außengelände

Das Außengelände muss indes noch fertiggestellt werden. Die Verantwortlichen rechnen im Frühjahr damit. „Die Planungen sind bereits abgeschlossen“, sagte Sara Jakob. Da aber Rollrasen verlegt werden solle, müsse man noch auf besseres Wetter warten. Besonders beliebt ist der Bewegungsraum, der auch als Schlafplatz für die Älteren dient. „Hier kommen auch gerne die Kinder aus dem anderen Gebäude hin“, sagte die Einrichtungsleiterin.

Auf Geräten im Mini-Format können die ersten Schritte erprobt und vielleicht schon einige Gleichgewichtsübungen durchgeführt werden. Der Raum gegenüber ist derzeit noch leer. „Wir könnten uns hier ein Projektzimmer, vielleicht auch eine Werkstatt vorstellen“, sagte Maren Tigges. Noch fehlen allerdings Möbel. „Wir freuen uns derzeit über jedes Paket, das ankommt“, sagte sie lachend.

Ein Ort zum Ankommen

„Hier können die Kinder geschützt ankommen und dann herüber wachsen“, sagte Sara Jakob. Sie bedankte sich bei der Verwaltung der Gemeinde Langenberg und dem Kreis für die schnelle Umsetzung des Projekts. Erfreut über die gelungene Zusammenarbeit zeigte sich auch Bürgermeisterin Susanne Mittag. „Kinderbetreuung ist ein wichtiger Standortfaktor, um Familien in die Gemeinde zu locken“, sagte sie.

Das Berufsfeld der Erzieher habe sich in den vergangenen Jahren gewandelt, sagte Sara Jakob. „Die Heranwachsenden sind zum Teil gerade mal ein Jahr alt, wenn sie zu uns kommen.“ Damit verbunden sei auch viel Feingefühl gegenüber den Eltern. „Wenn die Kleinen bei uns die ersten Schritte machen, ist das für die Mütter und Väter oftmals nicht erfreulich, weil sie nicht dabei waren“, erklärte die Einrichtungsleiterin. Deshalb verschweige man solche Ereignisse auch gerne einmal, damit die Erfahrungen auch zuhause gemacht werden könnten.

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