Nur noch eine Zone übrig im Verfahren
Bild: Sudbrock
Der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt hat sich mehrheitlich für das Streichen einer Windkonzentrationszone ausgesprochen. Damit wird das Planverfahren nur noch mit einer Zone fortgeschrieben. Das letzte Wort hat jedoch der Rat. Das Bild zeigt eine Anlage in Rheda.  
Bild: Sudbrock

Ob das Planverfahren damit tatsächlich nur noch mit der letztlich verbliebenden Fläche „Im Lau“ fortgeschrieben wird, hat der Rat in seiner letzten Sitzung des Jahres zu entscheiden. Den Antrag, ohne die rund 27 Hektar große Fläche „Birkenheide“ zu planen, hatte die CDU gestellt. „Auch ohne sie kommen wir unserer Verpflichtung nach, der Windenergie in unserer Gemeinde substanziell Raum zu gewähren“, unterstrich Ratsherr Jürgen Adolf.

Erleichternd komme hinzu, dass die amtierende Landesregierung den Kommunen in dieser Frage mehr Handlungsspielraum gegeben habe, sagte der Christdemokrat. „Umso wichtiger ist es, dass wir den uns zur Verfügung stehenden Entscheidungsspielraum nutzen, um für alle Bürger den größtmöglichen Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu geben“, erläuterte Adolf weiter. Zuvor hatte Planer Jens-Peter Huesmann die Ergebnisse der Offenlage im Zuge des Änderungsverfahrens erläutert. Während sich Träger öffentlicher Belange sachlich zu Themen des Artenschutzes und anderer Restriktionen geäußert hätten, seien aus der Öffentlichkeit die typischen, emotionalen Kritikpunkte angebracht worden, sagte der Planer.

„Würden uns nichts vergeben“

Nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen gebe es aus fachlicher Sicht keine Gründe, eine der beiden Flächen aus dem Änderungsverfahren herauszunehmen. Jedoch, so betonte Huesmann, würden beide möglichen Konzentrationszonen für sich bereits ausreichen, um der Windenergie in der Gemeinde, wie rechtlich gefordert, substanziell Raum zu geben. Während die SPD dem Antrag der CDU geschlossen folgte, sprach sich Edgar Klose (Bündnis 90/Die Grünen) für die Festsetzung beider Zonen als mögliche Standorte für Windenergieanlagen (WEA) aus. Nur mit regenerativen Quellen sei ein Energiewandel zu meistern.

„Wir vergeben uns nichts, wenn wir weiterhin mit der Fläche F-Nord planen“, argumentierte Heribert Neukirch (UWG), dass im Zuge eines späteren Genehmigungsverfahrens für geplante Anlagen erneut das Thema Artenschutz in den Blick genommen werden würde. Sollten sich dann tatsächlich nachvollziehbare Gründe gegen eine WEA auftun, bliebe in der Birkenheide ohnehin alles beim Alten. Mehrheitlich sprach sich daher letztlich auch die UWG gegen die Streichung der Fläche F-Nord aus.

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