Ordnung muss sein: Zehn Jahre Partner
Bild: Ebert
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Ziele der Zusammenarbeit sind die Gefahrenabwehr, die Erhaltung der öffentlichen Ordnung und der Jugendschutz. Natürlich haben diese beiden Behörden auch vor diesem Datum kooperiert. „Jeder hat aber sein eigenes Süppchen gekocht“, erinnert sich Peter Schaumburg, Leiter des Ordnungsamts. Das habe sich mit der Partnerschaft geändert. Das bestätigt auch Polizeihauptkommissar Burkhard Dolge.

Lärm und Hundekot

 Vermehrt würden Angelegenheiten auf dem kleinen Dienstweg geklärt. Einmal im Monat sitzen Dolge und Schaumburg im Sitzungssaal des Rathauses und bieten den Bürgern eine Sprechstunde unter vier Augen. „Hier können sich die Menschen vertraulich an uns wenden“, sagt Dolge. Und sie nutzen diese Chance. Die Anlässe gehen querbeet. „Der eine beschwert sich über Lärmbelästigung, der andere über fehlende oder zu helle Straßenbeleuchtung“, sagt Schaumburg. Auf dem Vormarsch befänden sich Beschwerden über Hundekot. Es würden auch Raserei moniert, berichtet Dolge, der unter Umständen eine Geschwindigkeitsmessung veranlasst. Die Ordnungspartner werden wie von Polizist Dolge beschrieben selbst tätig oder beraten die Bürger. „Im Nachgang führen wir zahlreiche Gespräche“, berichtet Schaumburg. Gerade Auseinandersetzungen in der Nachbarschaft lassen sich in der Regel auf diesem Weg schnell aus dem Weg räumen. Auf Initiative der Ordnungspartner wurde vor drei Jahren auch die Jugendschutzstreife initiiert. Vornehmlich am Wochenende patrouillieren im Wechsel jeweils zwei Personen abends an Plätzen, an denen Heranwachsende sich aufhalten. 10 000 Euro investiert die Gemeinde in diese Sonderschichten, die von ausgewählten Personen bestritten wird.

Spontane Kontrolle

Peter Schaumburg und Burkhard Dolge tauchen spontan auch selbst auf Scheunenpartys auf und kontrollieren, welches Alter sich auf dem Event aufhält und ob Minderjährige Alkohol konsumieren. „Werden wir fündig, sprechen wir unter Umständen einen Platzverweis aus“, sagt Dolge. Alternativ wird der Minderjährige nach Hause gebracht. Nicht ausgeschlossen, dass der Veranstalter sich ein Bußgeld einhandelt. Die Summe der Aktionen, die eine solche Partnerschaft erfüllt, trage zur öffentlichen Ordnung entschieden bei, sagen beide Behördenvertreter. Unbedingt beliebt mache man sich aber nicht dadurch.

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