Passgenaue Hilfe für Flüchtlinge
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Statistik vorgelegt: 150 Frauen, Männer und Kinder mit Fluchterfahrung leben derzeit in der Gemeinde Langenberg. Zwei Drittel davon haben eine Anerkennung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhalten, 46 wurden abgelehnt.  
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Der Menschen, die hierzulande ein neues Leben aufbauen wollen, nimmt sich die Flüchtlingshilfe an. Sie organisiert regelmäßige Angebote sowie Treffen und unterstützt zielgenau, wenn es darum geht, eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz zu finden. Kontakt bestehe vor allem zum Personenkreis der Familien, erläuterte Ulrich Heimeier in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Senioren.

Parallelgesellschaft verhindern

„Single-Männer kommen in der Regel nicht zu uns“, unterstrich der Sprecher der Flüchtlingshilfe, was allein schon deswegen problematisch sei, als dass sie einen hohen Prozentsatz der Flüchtlinge ausmachten. Diese gelte es zu erreichen, um die Entstehung einer Parallelgesellschaft zu verhindern. Handlungsbedarf sieht Heimeier auch bei der jüngeren Generation, die Unterstützung bräuchte. Vor allem der Bereich der Schulsozialarbeit sei in der Gemeinde noch ausbaufähig.

Hole man die Heranwachsenden nicht bei ihren Problemen ab, blieben diese auf der Strecke, betonte der Sprecher der Flüchtlingshilfe in seinem Bericht, „und zwar ein Leben lang“. Ein Baustein zu einem stabilen Fundament der Integration könnte nach Ansicht Ulrich Heimeiers der Einsatz von entsprechend geschulten Flüchtlingen als Hilfskräfte in der Offenen Ganztagsschule (OGS) sein, um gegebenenfalls bestehende Sprachbarrieren einzureißen.

86 Personen wohnen noch in den gemeindliche Unterkünften

Das werde aber aus für ihn nicht nachvollziehbaren Gründen nicht gemacht beziehungsweise verhindert, kritisierte der Benteleraner, der sich seit rund zweieinhalb Jahren an vorderster Front ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert. Derweil legte die Verwaltung die aktuelle Statistik zum Thema vor. 150 Frauen, Männer und Kinder mit Fluchterfahrung leben demnach derzeit in der Gemeinde. Zwei Drittel davon haben eine Anerkennung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhalten.

46 wurden abgelehnt, befinden sich derzeit aber zu weiten Teilen in Gerichtsverfahren. Sie haben Rechtsmittel eingelegt gegen die Entscheidung des Bamf. 86 Personen wohnen noch in den gemeindliche Unterkünften. 44 Plätze stehen dort noch zur Verfügung. 64 Flüchtlinge konnten in eigene Wohnungen vermittelt werden. Die Gemeinde hat aktuell noch 14 Wohnungen angemietet. Weitere neun in vier Häusern befinden sich in ihrem Besitz.

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