Paten erleichtern Flüchtlingen den Alltag
Archivbild: Frielinghaus
Das bürgerschaftliche Engagement für Geflüchtete ist groß in der Gemeinde. Ein Angebot speziell für Frauen ist der Mutter-Kind-Treff, der jeweils dienstags im Caritas-Familienzentrum an der Bentelerstraße stattfindet. Dafür werden noch Langenbergerinnen gesucht, die mitmachen möchten.
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 Zahlreiche Ehrenamtliche setzen sich beispielsweise in der Kleiderkammer, bei der Tafel oder durch Sportangebote ein. Andere wiederum helfen bei der Vermittlung erster Deutschkenntnisse. Rund 140 Schutzsuchende leben derzeit in Langenberg. Manche von ihnen sind schon seit Monaten da, andere haben ihre Zelte auf der Flucht vor Krieg und Terror erst vor wenigen Tagen aufgeschlagen. Sie alle eint, dass sie aus ihrer Heimat einen Alltag gewohnt sind, der oftmals buchstäblich in Trümmern liegt. „Ein offenes Ohr und einfach mal ein bisschen Zeit, das reicht meist schon aus, um zu helfen“, sagt Anika Humme, Flüchtlingssozialberatung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Langenberg.

Gesucht werden daher Paten, die den Familien und Alleinreisenden bei der Bewältigung des Alltags fernab der Heimat zur Seite stehen. Fünf Langenberger Familien seien bereits in dieser Funktion aktiv. „Aber es könnten ruhig noch ein paar mehr werden“, sagt Anika Humme. Insbesondere für jüngere Geflüchtete würden junge Erwachsene oder Paare gesucht, die in lockeren Gesprächen Deutschkenntnisse vermitteln. Die Scheu, eine Patenschaft verpflichte zu zahlreichen Terminen, sei unbegründet, sagt die Awo-Mitarbeiterin. „Eine derartige Beziehung kann ganz individuell ausgestaltet werden. Umfang und Dauer sprechen beide Seiten untereinander ab“, sagt Anika Humme.

Auch bestimmte Voraussetzungen wie das Beherrschen einer Fremdsprache müssten Interessenten nicht mitbringen. „Einzig die Bereitschaft, für die Menschen da zu sein, sollte vorhanden sein“, unterstreicht die Flüchtlingssozialberaterin der Awo. Ein weiteres Angebot speziell für geflüchtete Familien ist der Mutter-Kind-Treff, der jeweils dienstags von 15 bis 17 Uhr im Caritas-Familienzentrum an der Bentelerstraße stattfindet. Auch dafür werden laut Anika Humme weitere Unterstützerinnen gesucht. Das Angebot richte sich vor allem an Langenberger Mütter mit ihren Kindern. Weitere Informationen zu den Patenschaften und dem Mutter-Kind-Treff erteilt Anika Humme unter  01590/4385895.

Nicht jeder, der ein Herz für die Schutzsuchenden beweisen möchte, findet aber die Zeit, sich persönlich in der Flüchtlingshilfe einzubringen. Wem der Tatendrang unter den Nägeln brennt, kann auf vielfältige Art trotzdem Unterstützung leisten. Unter anderem wird Männerbekleidung gesucht, die die Caritas-Kleiderkammer an der Flüchtlinge weitergibt. Mit Blick auf die sinkenden Temperaturen, die der Herbst vorhält, werden vor allem wärmende Jacken, Pullover und Hosen benötigt. „Vor allem in kleineren Größen“, betont Anika Humme. Außerdem würde sich die Kleiderkammer über Turnschuhe für Männer bis Größe 43 freuen. Geöffnet ist die Ausgabe- und Annahmestelle im Lambertushaus am Kirchplatz jeweils montags von 9.30 bis 11 Uhr sowie alle zwei Wochen donnerstags von 14 30 bis 16 Uhr.

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