„Pepper“ hat wieder eine Doppelspitze
Bild: Nienaber
Nachdem Manuel Begenat die Einrichtung im September vergangenen Jahres verlassen hatte, verfügt der Jugendtreff „Pepper“ erneut über eine Doppelspitze. Nadja Bodanski (l.) verstärkt das Team der Caritas vor Ort und steht fortan Katharina Gimbel in vorderster Reihe zur Seite.
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 Nadja Bodanski verstärkt das Team der Caritas vor Ort und steht fortan Katharina Gimbel in vorderster Reihe zur Seite. Mit dem Personalwechsel geht auch eine Überarbeitung des Konzepts einher.

Vertrautes Gesicht

Für die Kinder und Jugendlichen, sowohl Stammbesucher als auch „Gelegenheits-Pepperinos“, ist die 22-Jährige eine vertraute Person. Nadja Bodanski war erst im April als Trainee nach Langenberg gekommen, um die „Caritas“-Mannschaft zu verstärken. Nach dem Ausscheiden Begenats, der den Verband verlassen hat, galt es jedoch, möglichst kurzfristig adäquaten Ersatz für die Führungsposition zu finden. Drei Monate früher als geplant beendete die junge Nachwuchskraft ihre Traineeausbildung. Als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin sanden ihr die Türen in die „Pepper“-Spitze damit offen. Nadja Bodanski teilt sich die Leitung mit Katharina Gimbel. Dienstags und donnerstags sowie freitags im Zweiwochenrhythmus führt die 22-Jährige durchs Programm. In einer weiteren halben Stelle ist sie als Schulsozialarbeiterin in der Grundschule Mastholte tätig.

Ausbauen wollen Gimbel und Bodanski im „Pepper“ unter anderem die Möglichkeit der Partizipation. „Unser Ziel ist es, dass sich die Jugendlichen im offenen Treff stärker engagieren und selbstbestimmter mitwirken“, sagt die neue Co-Leiterin. Das solle weniger verpflichtend als zuletzt in einem Feldversuch passieren. Eine Jugendsprecherwahl war 2019 im Sande verlaufen, weil sich die Jungen und Mädchen nicht verbindlich auf Ämter einlassen wollten. Enger zusammenarbeiten wollen Gimbel und Bodanski künftig mit dem Familienzentrum nebenan, dass sich wie der Jugendtreff in Trägerschaft der Caritas befindet. So ist zum Beispiel eine Osterbastelschule in Planung.

Räumlich bleibt im Jugendtreff „Pepper“ alles beim Alten – zumindest vorerst. Der Kreisverbandsvorsitzende Volker Brüggenjürgen hatte zuletzt Handlungsbedarf formuliert. In den derzeitgen Räumen, so der Caritas-Chef, stoße der „Pepper“ an allen Ecken und Enden an seine Grenzen. Beim Rundgang durch den Treff, der sich im Souterrain der Mehrzweckhalle befindet, wird deutlich, was Brüggenjürgen zu seiner Aussage verleitete. Zwar wurde die Einrichtung für die und vor allem mit den Jugendlichen in den vergangenen Jahren sukzessiv renoviert und präsentiert sich vor allem im Eingangsbereich einladend.

Räume haben Kellercharakter

Den „Kellercharakter“ des fensterlosen Hauptaufenthaltsraums kann die bunte Farbe an den Wänden jedoch nicht übertünchen. Auch platztechnisch sind die Räume unzureichend. Einzige Lagermöglichkeit besteht im Büro von Katharina Gimbel und Nadja Bodanski. So lieb sie den „Pepper“ in seiner jetzigen Form gewonnen hätten, würden die beiden Co-Leiterinnen auch einem Umzug gute Seiten abgewinnen können, wie sie sagen. Für solche Überlegungen sei es aber noch zur früh.

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