Pfarrbüro wird stark nachgefragt
Bild: Ebert
St. Lambertus: Mehr Zeit für Seelsorge
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Heinrich Baumhus darf jetzt eigenverantwortlich Vorstandssitzungen in St. Lambertus leiten und Beschlüsse umsetzen. Darüber hinaus hat sich ein Finanzausschuss konstituiert, der den Etat des Pastoralverbunds verwaltet. Ab sofort firmiert das Pfarrhaus der Pfarrei St. Aegidius Wiedenbrück als Zentralbüro.

Nichts Konkretes

„Vorläufig werden in den anderen Gemeinden weiterhin Kontaktbüros bestehen bleiben“, heißt es in einer Mitteilung. Es folgt die Einschränkung: „Wenn die Finanzen es zulassen“. Muss die Lambertusgemeinde um die Existenz ihres Pfarrbüros besorgt sein? Heinrich Baumhus winkt ab. „Unser Pfarrbüro leidet nicht an Unterbeschäftigung“, sagt der Kirchenvorstand. Allerdings gingen bei den Verantwortlichen derzeit die Überlegungen in alle Richtungen. Er wolle keine Pferde scheu machen, aber sämtliche Funktionen innerhalb des Pastoralverbunds müssten überprüft werden. Daran seien womöglich auch Personalentscheidungen gekoppelt. „Konkret ist aber überhaupt nichts“, sagt Baumhus. Er könne sich auch kaum vorstellen, dass die Arbeit am Kirchplatz in Langenberg eingeschränkt werde. „An den zwei Öffnungstagen geht es im Pfarrbüro zum Teil zu wie in einem Taubenschlag“, wird Baumhus plastisch. Das Büro sei Anlaufstelle für Sterbefälle, Hochzeiten, Taufen und anderes. „Und es wird enorm stark nachgefragt.“

Zeit für Seelsorge

Der Pastoralverbund hat aber bereits schriftlich angekündigt, dass „Öffnungszeiten der Pfarr- und Kontaktbüros verändert werden“. Ob St. Lambertus davon betroffen sein wird, ist Baumhus nicht bekannt. Die Verwaltungsreform soll unterm Strich den einzelnen Geistlichen mehr Zeit für seelsorgerische Aufgaben ermöglichen. Vom Gemeindeverband Bielefeld, sagt Heinrich Baumhus, werde eine Außendienstlerin nach Wiedenbrück delegiert, die in administrativen Fragen Ansprechperson ist.

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