Plan fehlt es an Naturschutzräumen
Foto: Nienaber
Ursprünglicher soll sich ein Teilstück des Forthbachs in absehbarer Zeit präsentieren. Der Bereich der Renaturierung könnte im Regionalplan dementsprechend als Bereich zum Schutz der Natur ausgewiesen werden. Das haben die Grünen beantragt.
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Zum Flächenfraß trägt auch die Gemeinde bei, meinen die Bündnisgrünen. Fünf Hektar billigt die Bezirksregierung der Gemeinde bis 2040 zu – viel zu wenig, meinen weite Teile des Rats. Richtig so, stellen die Grünen heraus. Vor dem Hintergrund des 30-Hektar-Ziels sei der kommunenbezogene Verteilungsmaßstab schließlich neu zu überdenken, heißt es von der Partei. Die Stellungnahme der Kommune, die bis zum heutigen Donnerstag in Detmold vorliegen muss, hat aus Sicht der Langenberger Grünen zu wenig Tiefe. 

Flächenkulisse ist den Grünen zu weit gefasst

Sie reiben sich nicht nur an dem geforderten heraufgesetzten Flächenkontingent von 20 Hektar. Auch die Kulisse, wo denkbare Baumaßnahmen umgesetzt werden können, ist nach Ansicht der Fraktion zu weit gefasst. Nicht verstehen kann etwa Edgar Klose, warum in Bentelers Nordwesten ein Allgemeines Siedlungsgebiet dargestellt werden soll, obgleich es sich dabei laut Umweltbericht zum Entwurf des Regionalplans um einen „Erholungsraum (mit) besonderer Bedeutung“ handele. 

Das im Entwurf des Regionalplans zeichnerisch dargestellte ASB-Gebiet „004“ zwischen Well- und Waldstraße bewertet die Fraktion durch die unmittelbare Nähe zur Bundesstraße 55 ebenfalls als kritisch. Beide Areale hätten nach Ansicht der Öko-Partei aus dem Entwurf gestrichen werden müssen. Einen entsprechenden Antrag hatte die Fraktion an den Rat gestellt. Dazu kam es jedoch nicht. Die Diskussion darüber sei im Bauausschuss intensiv geführt worden. Von daher benötige es keiner weiteren Beratung darüber, hieß es von der Mehrheit des Kommunalparlaments. 

Stellungnahme wurde angepasst

Das Schreiben, das bis heute in Detmold eingegangen sein muss, wurde im Detail auf Antrag der Grünen dennoch noch einmal abgeändert. Der Rat verständigte sich darauf, bei der Bezirksregierung anzuregen, mehrere Gebiete als Bereiche zum Schutz der Natur (BSN) auszuweisen und den Prozess einer Entwicklung zu Naturschutzgebieten anzustreben. Konkret geht es um die bereits renaturierten Flächen an der Glenne sowie die entlang des Forthbachs, die ebenfalls naturnah umgestaltet werden sollen.

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