Potenzial der Digitalisierung nutzen
Bild: Nienaber
Zur Grundausstattung an Schulen gehört mittlerweile auch allerhand Medientechnik. Die Ausstattung der beiden Langenberger Einrichtungen ist jedoch nicht zeitgemäß und ausreichend.  
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Dazu gehört, dass Jugendliche digitale Medien nutzen. Dieses Lernen mit und über Medien findet im Unterricht noch zu selten statt – unter anderem, weil eine geeignete IT-Ausstattung fehlt. Zwar hat sich in den Lernstätten Langenbergs in den vergangenen Jahren einiges getan, was die zur Verfügung stehenden PCs, Tablets und Co. sowie die Netzwerke angeht.

Dennoch besteht Handlungsbedarf, wenn man im Buhlen um Schüler mit Blick auf die Einrichtungen der Nachbarkommunen nicht hinten an stehen möchte. Diese stehen nämlich ebenso vor der Herausforderung, sich fit für die Zukunft zu machen. Sven Meyering (SPD) formuliert es so: „Wer nicht dabei ist, wird abgehängt.“

Gern mit im Boot sitzen würde die Gemeinde als Trägerin der beiden Schulen daher bei einem Projekt der Bertelsmann-Stiftung. Bei „Schule und digitale Bildung“ geht es darum, die Verantwortlichen in den Lehreinrichtungen und den Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Medienkompetenz zu stärken und zu vermitteln, welches pädagogische Potenzial digitale Medien für den Unterricht und das Lernen besitzen. Für die Teilnahme an dem Projekt der Gütersloher Stiftung sind an die Schulen aber Mindestanforderungen gestellt worden. „Die erfüllen wir bisher aller Voraussicht nach nicht“, unterstrich Bürgermeisterin Susanne Mittag im Rahmen der Schulausschusssitzung am Dienstagabend, obgleich die genauen Vorgaben noch nicht kommuniziert worden seien.

Seitens des Gremiums ist man sich einig, dass „Schule und digitale Bildung“ eine Chance darstelle, die die Gemeinde nutzen solle. „Uns muss aber bewusst sein, dass nicht unerhebliche Folgekosten auf uns zu kommen werden“, unterstrich Monika Düsing (CDU). Vor dem Hintergrund passt es gut ins Bild, dass sich die Gemeinde um Fördergelder aus dem Topf „Gute Schule 2020“ bewirbt. Bei dem Programm stellt das Land den Kommunen tilgungsfreie Kredite zur Verfügung, die für Sanierungen, Modernisierungen und dem Ausbau der baulichen und digitalen kommunalen Schulinfrastruktur verwendet werden können. Die Gemeinde Langenberg erhält jährlich einen Betrag in Höhe von 90 091 Euro, insgesamt für die vier Jahre, die „Gute Schule 2020“ läuft, also 360 364 Euro.

Nicht der gesamte Kreditrahmen, aber ein großer Teil davon – nämlich rund 200 000 Euro – sollen in den kommenden Jahren für die Digitalisierung von Gemeinschaftsschule und Grundschulverbund fließen. So sieht es das Priorisierungskonzept vor, das für „Gute Schule 2020“ erstellt werden muss. Mit dem Rest sollen die gestiegenen Kosten beim Mensa-Neubau etwas abgemildert werden. Mit dem absehbaren Einrichten einer zeitgemäßen Ausstattung der Schulen kann sich die Gemeinde den weiteren Hausaufgaben widmen, die für die Teilnahme an dem Projekt der Bertelsmann-Stiftung zu leisten sind. Unter anderem muss von den beiden Lernorten jeweils ein aktualisiertes Medienkonzept erstellt werden. Das ist für 2018 geplant. Die Gemeinde muss ihrerseits wiederum einen Medienentwicklungsplan ausarbeiten, aus dem hervorgeht, wie und wann die Schulen reif für die digitale Zukunft sind. Sofern letzteres Werk im kommenden Jahr vom Rat beschlossen wird, könnten GML und Grundschulverbund 2019 in das laufende Projekt der Bertelsmann-Stiftung einsteigen.

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