Radwege: Sanieren statt Asphaltflickerei
Bild: Nienaber
Buckelpiste: Der Radweg entlang der Selhorster Straße soll saniert werden. Derzeit werden Kernbohrungen durchgeführt, mit denen der Zustand des Unterbaus ermittelt werden soll.  
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Das müsse sich schnellstens ändern, sind sich die Langenberger Christdemokraten einig. Aus diesem Grund hatte die CDU in der Haushaltsdebatte den Antrag gestellt, den Finanztopf der Gemeinde für etwaige Sanierungsarbeiten an Straßen und Wegen deutlich aufzufüllen. 85 000 Euro hatte die Verwaltung in ihrem Planentwurf für erforderliche Maßnahmen vorsorglich eingestellt. Zu wenig, wie die Langenberger Christdemokraten meinen. „Leider wurden die Mittel zum Erhalt und zur Erneuerung oft drastisch gekürzt. Als Folge waren notwendige Reparaturen vor allem nach dem Winter nicht immer in eigentlich erforderlichem Maß möglich“, erläuterte CDU-Fraktionsvorsitzende Monika Düsing. Innerhalb der Fraktion sei man sich einig, das diese kurzsichtige Variante der falsche Weg ist, die Radwege-Struktur in Langenberg intakt zu erhalten. „Entstandene Schäden sollten frühzeitig behoben werden könne, um so die Entstehung größerer Schäden zu vermeiden und den kommunalen Haushalt so letztendlich zu entlasten“, sagte Monika Düsing.

Der CDU-Antrag wurde bekanntlich angenommen („Die Glocke“ berichtete). Zusätzliche 60 000 Euro an Etat stehen der Gemeinde damit in diesem Jahr für Reparaturmaßnahmen vor allem an maroden Rad- und Gehwegen zur Verfügung. Auf diesen verkehrstechnischen Nebenschauplätzen liege besonderes Augenmerk, „denn sie sind von Montag bis Freitag vor allem eines: Schulweg“, unterstrich die CDU-Fraktionsvorsitzende. Hier gelte es, mögliche Gefahrensituationen vorzubeugen und den Nachwuchs auf seinem Weg zur Schule zu schützen. Schwachstellen auf Gemeindegebiet sind die erwähnten Rad- und Gehwege entlang der Selhorster oder der Bentelerstraße. Beide sind regelrechte Buckelpisten: Schlaglöcher reihen sich aneinander, Wurzeln der Straßenbäume heben den Asphalt an. Hinzu kommt, dass vor allem die Strecke an der Selhorster Straße in Teilen gar nicht als separater Radweg zu erkennen ist.

Mit dem beschlossenen Etat-Bonbon sei es der Gemeinde nun möglich, die Sanierung der maroden Radwege zeitnah anzugehen, „die wir sonst so schnell nicht auf dem Plan gehabt hätten“, erläutert Bauamtsleiter Dirk Vogt im Gespräch mit der „Glocke“. Die zusätzlichen Mittel könne man gut gebrauchen. Der Zustand der Fahrbahn an der Selhorster Straße sei in der Tat sehr schlecht, sagt Vogt. An der Bentelerstraße sehe es wenngleich etwas besser aus. Aber auch dort könne einiges ausgebessert werden. Derzeit wird das Thema seitens der Bauabteilung für eine der nächsten Sitzungen des Bauausschusses aufbereitet. Dazu gehört, dass mithilfe von Kernbohrungen festgestellt wird, in welchem Zustand sich der Unterbau der Radwege befindet. Davon hängt ab, wie umfangreich saniert werden muss – und ob die Baumaßnahme als Unterhaltung von Verkehrsflächen zählt oder als Investition abgerechnet werden muss und damit ein Fall für eine langjährige Abschreibung wird.

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