Rat setzt auf eine Konzessionsabgabe
Die Gemeinde möchte weiter Geld aus der Konzessionsabgabe kassieren.

Damit nimmt sich die Gemeinde die Chance, in den kommenden Jahren Mehreinnahmen zu generieren.  Auf der anderen Seite schlägt sie den Weg mit dem geringsten Risiko ein. Bürgermeisterin Susanne Mittag (Bild) kommentierte den Ratsbeschluss nüchtern, aber enttäuscht: „Es ist ein großer Fehler, Alternativen auszuschließen.“ Der Konzessionsvertrag für Strom und Gas mit der RWE endet am 30. November diesen Jahres.

Keine Wirtschaftlichkeitsanalyse

Seit einem Jahr suchen die Verantwortlichen nach Ansätzen, diesbezüglich die Einnahmeseite zu verbessern. Dazu hatte der Rat für 20 000 Euro ein Markterkundungsverfahren vergeben. Das Ergebnis lag Mittwoch vor: Es gibt ernst zu nehmende Interessenten, die mit der Gemeinde über ein Beteiligungs- und ein Verpachtungsmodell verhandeln wollen. Auch gibt es Bieter, die einen Konzessionsvertrag mit Langenberg eingehen würden. Auf Grundlage dieser Aussage wollte Susanne Mittag eine Wirtschaftslichkeitsanalyse in Auftrag geben, um Risiken und Chancen der jeweiligen Vertragsvariante auszuloten. Dieser Versuch scheiterte hinter verschlossenen Türen. Ebenso wie der der UWG, über den künftigen Verfahrensweg im öffentlichen Teil abstimmen zu lassen. Am Mittwoch geriet die Meinungsfindung aus den Fugen. CDU und SPD warfen der Verwaltung undurchsichtiges Verhalten vor. Die Vergabe von Gutachten sei so nicht verabredet gewesen, hieß es. Klaus Rinne (SPD) bezweifelte, dass der Zeitrahmen eingehalten werden könne, einen Vertragspartner ins Boot zu bekommen. „Wir fühlen uns von Ihnen über den Tisch gezogen“, wurde Rinne plastisch. Susanne Mittag konterte: „Das ist eine Unverschämtheit, dem Rathaus Untätigkeit vorzuwerfen.“ Die Bürgermeisterin blätterte die Beratungsfolge der vergangenen zwölf Monate auf, in denen das Rathaus wiederholt und vergebens auf die Dringlichkeit einer wegweisenden Entscheidung seitens des Rates hingewiesen habe.

Keine Mehreinnahme

Die Gemeinde kassiert zurzeit jährlich 244 000 Euro Konzessionsabgabe von der RWE. Ein Gutachter hatte im September die möglichen Mehreinnahmen zwischen 40 000 und 70 000 Euro pro Jahr angesiedelt, sollte die Gemeinde eine andere Handlungsoption wählen. Kein Kleckerbetrag angesichts knapper Kassen..

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