Recyclinghof für Monate geschlossen
Bild: von Stockum
Kaum ein Durchkommen: Der Bauhof ist beinahe von der Außenwelt abgeschlossen. Wer Wertstoffe entsorgen möchte, sollte das in den Nachbarkommunen erledigen – oder warten.
Bild: von Stockum

Die Abfallwirtschaft befindet sich im Wandel hin zu einem umwelt- und ressourcenschonenden Kreislauf. Seit einigen Wochen schon wird die Hauptstraße im Ortszentrum der Gemeinde saniert. Zwar haben Anlieger immer noch die Möglichkeit, ihre Grundstücke zu erreichen, das Anliefern von Müll und Wertstoffen am Recyclinghof aber ist in den kommenden Monaten ausgeschlossen. Wie die „Glocke“ bereits berichtete, werden Bürger gebeten, auf die Angebote der umliegenden Städte und Gemeinden zurückzugreifen.

Eine andere Lösung sei nicht realistisch gewesen, sagt Peter Schaumburg von der Gemeindeverwaltung, vor allem vor dem Hintergrund der gesetzlichen Bestimmungen. Wer glaubt, es müsse doch ein Leichtes sein, eine Handvoll Container für die unterschiedlichen Wertstoffe an anderer Stelle der Gemeinde aufzustellen, ist schief gewickelt. „Das ist alles hochdramatisch“, sagt Peter Schaumburg, der damit nicht nur die problematische An- und Abfahrt der motorisierten Bürger über die Baustelle im Blick hat. Vielmehr geht es um die Anforderungen des Gesetzgebers, die zum Betrieb eines Wertstoffhofs erfüllt werden müssen – auch für eine vorübergehende Anlage.

Eine spezielle Befestigung des Untergrunds sei ebenso erforderlich wie Ablaufrinnen und Betonelemente zum Schutz der Behälter, erläutert Schaumburg. Zuletzt hätte man eine Alternativlösung an anderer Stelle von der Bezirksregierung prüfen und genehmigen lassen müssen. „Das erschien uns zu viel Aufwand zu sein für die wenigen Monate“, sagt der Fachmann.

„Zweck ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen“, heißt es beispielsweise im Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Vorgaben sind derart komplex, dass sich die Einrichtung einer neuen Annahmestelle erst mit der Einrichtung des neuen Bauhofs lohnt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der „Glocke“ (Ausgabe Rheda-Wiedenbrück) am Freitag.

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