Sanierungsarbeiten beginnen im März
Bild: Schulte-Nölle
Umfangreiche Umbau- und Aufwertungsmaßnahmen kommen auf die Friedhofskapelle in Benteler zu. Anfang März soll der Startschuss für das 78 000-Euro-Projekt fallen. Das Bild zeigt (v. l.) Karin Schmeing (St. Margareta Wadersloh), Uta Stelling (Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde, Bezirk Langenberg), Architekt Peter Hämel und Bürgermeisterin Susanne Mittag.
Bild: Schulte-Nölle

Anfang März soll nun aber mit der Maßnahme begonnen werden. Damit soll auch in Benteler Wirklichkeit werden, was in Langenberg im vergangenen Jahr bereits realisiert wurde. „Die beiden nüchternen Aufbahrungszimmer mit Keller-Anmutung werden würdevollen Abschiedsräumen weichen“, stellt Bürgermeisterin Susanne Mittag im Gespräch mit dieser Zeitung in Aussicht.

Um das Ziel zu erreichen, wollen die Gemeinde Langenberg als Trägerin der Kapelle und die für den Friedhof zuständige Pfarrei St. Margareta Wadersloh, zu der die Benteleraner Kirchengemeinde St. Antonius gehört, zunächst die „Schneewittchensärge“ verbannen. Statt das Totenbehältnis in einem abgeschlossenen Kühlsystem – sozusagen als Sarg im Sarg – aufzustellen, sollen nach dem Umbau die Räume selbst heruntergekühlt werden. „So können die Trauernden auf Wunsch noch einmal den Verstorbenen berühren“, sagt Pastoralreferentin Karin Schmeing.

Auch an den Abschiedszimmern selbst wird sich in den kommenden zwei bis drei Monaten einiges tun. So sollen beide Räume höhere Decken sowie einen freundlicheren Anstrich inklusive künstlerischer Wandgestaltung erhalten. Im Vorfeld der Sanierungsmaßnahmen wurde zudem eine Musikanlage angeschafft. Die bisherigen Ziehharmonika-Türen werden durch ein reguläres Pendant ersetzt.

Um dem letzten Geleit mehr Gestaltungsmöglichkeit zu geben, wird der hintere Aufbahrungsraum von aktuell acht auf dann zwölf Quadratmeter vergrößert. Dafür weicht die jetzige Seitentür der Kapelle einem großen Fenster. „So erhalten wir eine hellere und insgesamt freundlichere Atmosphäre“, erklärt der zuständige Langenberger Architekt Peter Hämel. Der direkte Zugang zu den Abschiedsräumen erfolgt künftig über einen weiteren Eingang auf der rechten, äußeren Seite der Kapellenfront.

Die Holztür zwischen Kapelle und Abschiedsräumen wird durch eine sandgestrahlte Glasvariante ausgetauscht. Von den Sanierungsarbeiten seien indes alle Türen betroffen, betont Bürgermeisterin Mittag: „Der Verschleiß ist mittlerweile überdeutlich zu sehen. Deshalb wird dort, wo es sich noch lohnt, restauriert – und sonst ausgewechselt.“

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