Schau lockt Züchter aus ganz Europa
Bild: Wieneke
Spitzenleistungen als Organisatoren und Züchter erbrachten die Langenberger des RGZV.
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Für die deutschen Züchter mit insgesamt 1212 Bartzwergen der belgischen Rassen gab es einen Teilnahmerekord und mit weiteren 110 Tieren russischer Tümmler-Rassen ein überragendes Ergebnis. Seit 113 Jahren gib es im Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Langenberg Menschen, die sich mit Herzblut und Fachwissen der Zucht und dem Erhalt gefährdeter Geflügel- und Taubenrassen widmen. Darüber hinaus sind einige heimische Züchter in Sondervereinen engagiert – allen voran Anton Lütkehellweg. Er leistete viele Jahre auf Bundesebene im Sonderverein der gut 300 Züchter Antwerpener Bartzwerge als Vorsitzender wertvolle Arbeit, ist heute Ehrenvorsitzender.

Anerkennung im In- und Ausland

Das alles findet Anerkennung im In- und Ausland, und nur so konnten die Langenberger Züchter als Organisatoren ihr Meisterstück mit einer neuen Rekordmarke ablegen: Bei der 46. Schau von Antwerpener-, Grübbe-, Everberger- und Ükkeler-Bartzwergen wurden 1212 Tiere der Jury vorgestellt. „Die angepeilte Zahl von 1100 Tieren wurde weit übertroffen“, sagte ein glücklicher Ausstellungsleiter Maik Lütkehellweg. Das habe bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nicht erwartet werden können. RGZV-Vorsitzender Martin Schmidt zeigte sich ebenfalls hoch erfreut: „Das ist der Hammer für Langenberg!“ Bei der bevorstehenden Europaschau in Leipzig seien nur 810 Bartzwerge gemeldet. Die russischen Tümmler in großer Vielfalt seien zudem eine echte Bereicherung für die bunte Schau mit hochwertigen Tieren. Mit Freude und Stolz erfülle ihn das tatkräftige Anpacken des Langenberger Teams.

Der Politik einige Schritte voraus

Als eine „großartige Schau in Deutschland“ kennzeichnete Karl Strathmann als Vorsitzender der Zwerghuhn-Züchtervereine die beiden Sonderschauen. Die Gründe dafür lägen in der herausragenden familiären Atmosphäre in Langenberg und die vorbildliche Arbeit der beiden deutschen Sondervereine. Die 46. Bartzwerg-Schau sei ein „Riesenereignis“ für die große Züchterfamilie, meinte Uli Freiberger als Nachfolger im Vorsitzendenamt seines „väterlichen Freundes“ Anton Lütkehellweg. Mit Blick auf die Gästeschar aus den europäischen Nachbarländern stellte er fest: „Wir Züchter wachsen in Europa zusammen, und damit sind wir der Politik schon viele Schritte voraus.“

Auszeichnung für ganze Gemeinde

Als eine „Auszeichnung für den RGZV und die Gemeinde Langenberg“ sieht Bürgermeisterin und Schirmherrin der Veranstaltung Susanne Mittag die Rekordbeteiligung. Sie sei begeistert von der Vielfalt der Rassen. Langenbergs erste Bürgerin forderte die Züchter auf, sich weiterhin für den Erhalt der Tiere und die Natur einzusetzen.

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